„Schlimmste Tag meines Lebens“
Dennis Diekmeiers Tochter kämpft ums Überleben
06.11.2025 – 06:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Familie des ehemaligen Fußballers kämpft seit einem Jahr gegen einen seltenen Tumor. Was der Arzt der 14-Jährigen damals im Krankenhaus sagte, war brutal.
Der frühere HSV-Profi Dennis Diekmeier hat sich erstmals ausführlich über die schwere Krebserkrankung seiner 14-jährigen Tochter Delani geäußert. Im Januar erhielt die Familie die Schockdiagnose: ein faustgroßer Tumor an der Nebenniere, zwölf mal zwölf Zentimeter groß. „Vorher war mein Leben und das Leben der Familie super in Ordnung. Und auf einmal kriegst du eine Schockdiagnose und dir bricht alles unter den Füßen weg“, sagte der 36-Jährige im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“. Der Tumor hatte bereits in die Lunge gestreut. „Als wir dann mit dem Chefarzt zusammensaßen, hat er uns gesagt, dass es nicht gut aussieht und die Überlebenschance bei fünf Prozent liegt“, erinnert sich Diekmeier.
Es handelt sich demnach um einen sehr seltenen Tumor, den in diesem Alter nur 0,002 Prozent der Menschen bekommen. Die Behandlung verläuft äußerst schwierig: Die erste Chemotherapie schlug nicht an, Delani wurde mittlerweile dreimal an der Lunge operiert, auch eine Immuntherapie zeigte keine Wirkung. „Wir hatten immer wieder Rückschläge, Rückschläge, Rückschläge, und das war das Brutalste für sie“, beschreibt Diekmeier die Situation. In der schlimmsten Phase verlor seine Tochter 25 Kilogramm und alle Haare. Aktuell erhält sie eine neue Immuntherapie.
Im Sommer ließ sich der frühere Fußballprofi beim SV Sandhausen als Co-Trainer freistellen. „Ich muss hier sein und meine Familie mit meiner Power zu 100 Prozent unterstützen“, erklärt er. Trotz allem zeigt Delani enormen Kampfgeist: Sie ritt trotz Chemotherapie weiter Turniere und wurde Badische Meisterin im Springreiten. „Da sieht man mal, was Pferdetherapie für eine Kraft geben kann“, sagt ihr Vater.
Vor einigen Monaten entschied sich die Familie, mit der Erkrankung an die Öffentlichkeit zu gehen und gründete eine Spendenplattform für die Krebsforschung. „Es erkranken so viele Menschen in Deutschland an Krebs, aber diese Art ist so selten, dass da auch nicht so viel geforscht wird“, sagt Diekmeier. Am Samstag wird er beim Heimspiel des HSV gegen Borussia Dortmund dabei sein, wenn die Hamburger in besonderen Trikots mit der Botschaft „Vorsorge kann Leben retten!“ auflaufen.
Über den Moment der Diagnose sagt der ehemalige HSV-Spieler: „Auf einmal sitzen wir da, und ein Arzt sagt ihr, dass sie noch fünf Prozent Überlebenschancen hat. Das war der schlimmste Moment in meinem Leben.“ Trotz allem gebe die Familie nicht auf: „Solange diese Hoffnung da ist, auch wenn sie nur bei einem Prozent liegt, werden wir alles dafür geben.“










