Ex-Premier macht Andeutung

Flog Andrew mit der Luftwaffe zu Epstein-Treffen?


22.02.2026 – 03:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Ex-Prinz Andrew hat aufgrund seiner Verwicklung in den Epstein-Skandal seine Titel verloren. Er bestreitet die Vorwürfe. (Archivbild) (Quelle: Olivier Matthys/AP/dpa/dpa-bilder)

Der ehemalige Prinz Andrew könnte Flugzeuge der Luftwaffe zum Privatvergnügen benutzt haben. Entsprechende Bedenken soll Ex-Premier Gordon Brown geäußert haben.

Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown soll der Polizei Hinweise über ein mögliches Fehlverhalten von Andrew Mountbatten-Windsor gegeben haben. Der ehemalige Prinz war während der Regierungszeit von Brown im Dienst der Regierung, um Handelsbeziehungen zu pflegen.

Nach Informationen des britischen „Telegraph“ ist der Ex-Regierungschef besorgt, dass der ehemalige Royal von Steuerzahlern bezahlte Flüge benutzte, um sich mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu treffen.

Andrew war von 2001 bis 2011 britischer „Special Representative for International Trade and Investment“. In dieser Rolle sollte er britische Wirtschaftsinteressen im Ausland fördern. Gordon Brown war von 2007 bis 2010 britischer Premierminister.

Brown habe den Behörden weitere und neue Informationen über Andrew gegeben, hieß es in einem Exklusiv-Artikel. Gegen den Bruder von König Charles wird derzeit ermittelt, ob er geheime Informationen weitergegeben hat.

Seine Geschäftsreisen fallen in die Zeit, in der er auch mit Epstein zusammentraf. Laut „Telegraph“ soll Brown besorgt sein, dass Andrew Flugzeuge der britischen Luftwaffe für persönliche Zwecke benutzt haben könnte. Brown fürchte, der ehemalige Prinz könnte vertrauliche Informationen aus den Reisen weitergegeben haben, was eine „völlig inakzeptable“ Verwendung öffentlicher Gelder darstelle.

Mountbatten-Windsor habe damals laut „Telegraph“ den Spitznamen „Flugmeilen Andy“ gehabt, weil er mit Steuergeldern finanzierte Flüge für private Freizeit- oder Geschäftsreisen nutzte, meist auf dem Rückweg von einem Regierungsauftrag. Brown wolle laut dem Bericht, dass die Polizei Beamte aus vier Ministerien – dem Verteidigungsministerium (MoD), dem Verkehrsministerium, dem Außenministerium und dem Finanzministerium – Andrews Rolle als Handelsbeauftragter befragt.

Epstein und seine Vertraute Ghislaine Maxwell sollen im Dezember 2000 auch einen Militärflughafen mit ihrem Privatflugzeug benutzt haben, als sie Andrew in seinem Sandringham-Anwesen besuchten. Brown will laut „Telegraph“ deshalb auch eine Untersuchung, welche Militärbasen der Royal Airforce Epstein nutzen konnte. Er habe, so die Zeitung, den Behörden eine umfangreiche Liste an Flughäfen gegeben, die Epstein genutzt haben soll. Er soll auch gefordert haben, Mitarbeiter der Flughäfen zu befragen. Eine direkte Stellungnahme von Gordon Brown gab es jedoch nicht.

Gegen Andrew Mountbatten-Windsor wird wegen Amtsmissbrauchs ermittelt. König Charles hat ihm im vergangenen Jahr seine Titel aberkannt, und jetzt droht ihm nun auch der Verlust seines Platzes in der Thronfolge. Am Samstag setzte die Polizei die Durchsuchung von Mountbatten-Windsors ehemaligem Wohnsitz, der Royal Lodge, fort.

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