„Mehrfache Grenzüberschreitung“

Nach nur zwei Tagen: Eike Immel fliegt aus TV-Show


20.06.2026 – 12:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Eike Immel: Er sorgt beim „Promi-Büßen“ für einen Eklat. (Quelle: IMAGO/Matthias Gränzdörfer)

Beim „Promi-Büßen“ sollte Eike Immel eigentlich Reue zeigen. Stattdessen sorgt der Ex-Nationaltorhüter für weiteren Ärger.

Wegen Betrugs in 107 Fällen stand Eike Immel im Jahr 2025 vor Gericht und wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Er geht jedoch in Berufung. In der Joyn-Show „Das große Promi-Büßen“ wollte er für seine Verfehlungen geradestehen. Doch der Dreh endete für den früheren Nationaltorwart nach nur zwei Tagen.

Joyn-Sprecher Christoph Körfer bestätigte der „Bild“-Zeitung den Rauswurf: „Das Camp musste er bereits am zweiten Abend aufgrund mehrfacher Grenzüberschreitungen verlassen.“

Die Kandidaten der fünften Staffel von „Das große Promi-Büßen“. (Quelle: Joyn/Nikola Milatovic)
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Was beim Dreh passiert sein soll, schildert „Bild“ unter Berufung auf Produktionskreise: Immel soll zunächst erklärt haben, das Wort „N…kuss“ weiterhin verwenden zu wollen, auch wenn es nicht mehr zeitgemäß sei. Verantwortliche der Produktion hätten ihn daraufhin ermahnt, dies während der Dreharbeiten zu unterlassen. „Er hat sich aber geweigert. Das war natürlich nicht gerade schlau“, so eine Mitarbeiterin.

Darüber hinaus soll Immel die erste Strophe des Deutschlandliedes zitiert haben. Diese ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit nationalistischem Gedankengut verknüpft, aber nicht offiziell verboten. Für die Produktion war das zu viel: „Es gab mehrere Vorfälle und Vorwürfe – und das in nur zwei Tagen. Deshalb musste er sofort das Set verlassen.“

Eike Immel bittet um Entschuldigung

Immel selbst sieht sich missverstanden. Er erklärt: „Ich weiß doch, dass man bestimmte Dinge heute nicht mehr sagt. Da muss aber auch Verständnis von anderer Seite kommen, wenn Dinge 55 Jahre lang für einen Menschen normal waren. Ich bin doch kein Rassist und weit weg von rechtem oder diskriminierendem Gedankengut.“

Auf die Vorfälle in der Sendung sei er „überhaupt nicht stolz“. Er bittet um Entschuldigung. Das Wort „N…kuss“ habe er außerdem benutzt, um über Sinn und Unsinn der „Sprachpolizei“ zu sprechen. „Da bin ich aber auch gar nicht mit durchgekommen. Ich stand direkt im Fokus“, so Immel. Sein Anwalt äußerte sich ebenfalls und sprach von „extrem hoher Anspannung“ und „hohem Stresslevel“. Abschließend versicherte er über Immel: „Er bedauert, dass es da zu einem Vorfall kam.“

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