Bundestrainer verrät
Ex-96-Stürmer schrammt knapp an WM-Kader vorbei
22.05.2026 – 13:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Das war knapp: Nicolò Tresoldi wird für seine starken Leistungen in den letzten Monaten fast mit einem Platz im WM-Kader belohnt. Das sagt Bundestrainer Julian Nagelsmann über den Stürmer.
Vor rund einem Jahr hat Nicolò Tresoldi seinem Herzensverein Hannover 96 den Rücken gekehrt. Seitdem spielte der Stürmer mit dem belgischen Erstligisten Club Brügge in der Champions League gegen Topteams wie den FC Bayern, den FC Barcelona, den FC Arsenal oder Atlético Madrid. Am Donnerstag kürte er sich in seinem ersten Jahr mit Brügge sogar zum belgischen Meister – und zum Torschützenkönig.
20 Tore und acht Vorlagen steuerte er in 57 Pflichtspielen zum Erfolg seines neuen Arbeitgebers bei. Dem Vernehmen nach riefen die guten Leistungen des 21 Jahre alten Angreifers bereits internationale Topteams auf den Plan. Borussia Dortmund und Atlético sollen die Fühler nach Tresoldi ausgestreckt haben.
Nagelsmann: „Tresoldi war superlange nah dran“
Um ein Haar hätte es für den Offensivspieler im Sommer dank seiner starken Auftritte sogar für den ganz großen Wurf gereicht. Als Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag seinen 26-köpfigen Kader für die anstehende Weltmeisterschaft bekannt gab, verriet der Coach: „Tresoldi war superlange nah dran.“
Der frühere Hannoveraner habe „einen Riecher in der Box“ und sei ein klassischer zentraler Stürmer. Das Problem laut Nagelsmann: Man müsse immer einen Spieler zu Hause lassen. „Und den zu finden, ist oft nicht so leicht.“ Trotzdem gehöre Tresoldi aber zu den Spielern, deren Zeit noch kommt und die „noch viele Turniere spielen können“, sagte Nagelsmann.
Tresoldi hatte seine deutsche Wahlheimat Hannover im Sommer 2025 schweren Herzens verlassen. „Jeder weiß, was mir Hannover 96 und die Stadt Hannover bedeuten“, sagte er zu seinem Abschied in Richtung Brügge. Und weiter: „Hier bin ich groß geworden und habe meinen Traum, Fußballprofi zu werden, verwirklichen können.“
