11.03.2026 – 05:22 UhrLesedauer: 1 Min.

Barbara Schock-Werner (Archivbild): Die Ex-Dombaumeisterin hat Verständnis für den geplanten Eintritt im Kölner Dom. (Quelle: Christoph Hardt via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

Der Kölner Dom führt eine Besichtigungsgebühr ein. Warum die frühere Dombaumeisterin den Schritt versteht – und was ihr trotzdem noch gegen den Strich geht.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll der touristische Besuch des Kölner Doms Eintritt kosten. Barbara Schock-Werner, Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV) und frühere Dombaumeisterin, bedauert den Schritt – trägt ihn aber mit.

„Der Dom braucht Geld“, sagt sie im Interview mit domradio.de. Sie glaube, das Domkapitel hätte die Gebühr nicht eingeführt, wenn es nicht dringend notwendig gewesen wäre.

Die Höhe des Eintritts ist noch unbekannt. Schock-Werner kritisiert, dass die Gebühr ohne konkrete Zahl verkündet wurde: „Seither schwirren irre Zahlen durch die Stadt.“ Sie selbst hofft auf einen Preis unter zehn Euro und warnt: „Wenn es so teuer wird, dann ist der Dombesuch nur für wohlhabende Menschen möglich, und das finde ich ganz schwierig.“

Mitglieder des ZDV sollen weiterhin kostenfrei eintreten können. Der Jahresbeitrag beginnt bei 20 Euro. Seit der Ankündigung verzeichnet der Verein gemischte Reaktionen: Einige kündigten ihren Austritt an, andere meldeten ihre Ehepartner neu an. „Das fand ich ein interessantes Phänomen“, so Schock-Werner.

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