Wirbel um Ex-Nationalspieler

Basler ätzt gegen Frauenfußball – Moderatorin entsetzt


25.02.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Kontroverse Aussagen: Mario Basler ist schon seit seiner aktiven Karriere für zweifelhafte Ansichten bekannt. (Quelle: IMAGO/Oliver Mueller/imago-images-bilder)

Mario Basler wird mit alten Aussagen konfrontiert – und legt noch nach. Seine Gesprächspartnerin reagiert deutlich.

Ex-Nationalspieler Mario Basler ist unter deutschen Fußballfans schon seit seiner Zeit als Spieler bekannt für unverblümte Aussagen und kontroverse Ansichten. Ein Ruf, den er auch seit Jahren als „TV-Experte“ pflegt, mit Stammtischparolen ein ums andere Mal für Gejohle und Gelächter bei einem entsprechend sozialisierten Teil der Anhänger sorgt.

Nun aber ist es im am Dienstag veröffentlichten ARD-Podcast „Mario Basler – letzter Typ“ zu einer für den 57-Jährigen unangenehmen Szene gekommen.

Podcast-Moderatorin Katharina Reckers sprach den ehemaligen Bayern-Profi auf eine bereits 2013 veröffentlichte „Bild“-Kolumne an. Darin hatte Basler erklärt: „Fußball ist nichts für Frauen. Wenn Mädels auf dem Rasen rumtoben wollen, sollen sie ein Netz aufstellen und Tennis spielen. So wie in Wimbledon. Das ist sexy! Aber Frauenfußball? Nö!“ Und zwei Jahre zuvor hatte er schon angeregt, Torhüterinnen könnten während der Spiele ihre Wäsche an der Torlatte aufhängen. Noch 2025 meinte Basler, von Fußball „Augenkrebs“ zu bekommen.

Mit Aussagen aus der „Bild“-Kolumne im Podcast konfrontiert, sagte Basler nun aber: „Bin ich nach wie vor dafür. Da hat sich nichts geändert.“ Reckers fragt sichtlich konsterniert zweimal nach: „Echt? Echt?“

Daraufhin legte er nach: „Das hat mit Fußball nichts zu tun. Alleine wenn die Frauen rennen, wenn sie schießen, wenn sie grätschen. Wann siehst du mal eine Grätsche bei einer Dame, bei einer Frau?“ Mehr noch: „Ich bleibe dabei: Es ist kein Frauensport.“

Reckers entgegnete daraufhin, gegebenenfalls wäre es die bessere Entscheidung, in solchen Momenten „vielleicht auch mal die Fresse zu halten“. Der Ausschnitt aus dem Gespräch verbreitete sich bereits vielfach auf TikTok und in anderen sozialen Medien.

In der vollständigen Podcast-Folge, in der die Diskussion länger und schärfer verläuft als im kurzen SWR-Video, berichtet Reckers zudem: „Nach unserem Gespräch merkt er, dass er bei mir eine Grenze überschritten hat.“

Der Frauenfußball wächst in Deutschland indes weiter: Die Stadien sind immer besser besucht, vermehrt werden Bundesligaspiele auch in großen Arenen ausgetragen. Der Zuschauerschnitt ist von knapp 2.700 Zuschauern vergangene Saison 2025/26 auf knapp 3.500 pro Spiel gestiegen. Die TV-Quoten steigen, Länderspiele erreichen inzwischen ein Millionen-Publikum. Bei Mario Basler ist diese Entwicklung aber noch nicht angekommen.

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