Top-Klub in der Krise

Ex-BVB-Star: „Ich schäme mich in Grund und Boden“


02.03.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Thomas Delaney hat sich mit harten Worten zur derzeitigen Lage beim FC Kopenhagen geäußert. (Quelle: IMAGO/Gonzales Photo/Tobias Jorgensen)

Seit 2024 spielt der frühere Bundesligaprofi Thomas Delaney beim FC Kopenhagen. Die aktuelle Saison könnte für ihn und den dänischen Klub dramatisch enden.

Der FC Kopenhagen erlebt eine Saison zum Vergessen. Am letzten Spieltag der Hauptrunde rutschte der dänische Rekordmeister in die Abstiegsrunde – ein historischer Tiefpunkt für den Klub.

Nach dem entscheidenden 1:2 gegen den FC Randers fand Thomas Delaney deutliche Worte. Der Führungsspieler sagte: „Ich schäme mich in Grund und Boden. Verdammt noch mal in Grund und Boden“, so der ehemalige Spieler von Werder Bremen und Borussia Dortmund. Trainer Jacob Neestrup erklärte bei TV2: „Das ist ein schwarzer Tag, das ist peinlich – und es ist verdient“. Delaney kam wie der zweimalige Nationalspieler Youssoufa Moukoko nur als Joker zum Einsatz.

Mit der neunten Niederlage im 22. Saisonspiel steht fest, dass der FCK erstmals in die Abstiegsrunde der Superliga muss. Delaney sagte: „Es ist meine Schuld. Es ist unsere Schuld. Es ist so schlimm. Wir haben die Erwartungen nicht erfüllt. Wir haben nicht einmal die verdammten Mindestanforderungen erfüllt“.

TV-Experte und Ex-HSV-Profi Stig Töfting sprach von einem „Skandal“. Die treuesten Fans protestierten mit zahlreichen Bannern gegen die „überbezahlte“ Mannschaft und die Klubführung. Auf einem Spruchband stand: „Ihr seid alle schuld – schämt euch!“

In der vergangenen Saison hatte Kopenhagen noch den 16. Meistertitel gefeiert, den sechsten innerhalb von zehn Jahren. Nun reichte es nur zu Rang sieben. So schlecht war Kopenhagen zuletzt 1999/2000, als sie Achter wurden. Auch Moukoko blieb mit drei Toren in 18 Ligaspielen hinter den Erwartungen zurück.

In der Champions League fehlte nur ein Punkt zum Einzug in die Play-offs. Komplett verloren ist die Saison dennoch nicht. Der Vorsprung auf den Vorletzten Silkeborg IF beträgt zehn Punkte, ein Abstieg gilt als unwahrscheinlich. Zudem steht der FCK im Pokal-Halbfinale und tritt am Samstag zum Rückspiel bei Viborg FF an. Das Hinspiel endete 2:1.

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