„Die Gründe habe ich nie gelesen“
Ex-Bundestrainer Löw überrascht mit Özil-Aussage
Aktualisiert am 16.03.2026 – 09:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Foto mit dem türkischen Präsidenten und dem WM-Aus erklärte Mesut Özil 2018 seinen DFB-Rücktritt. Ex-Bundestrainer Jogi Löw verrät, warum er enttäuscht war.
Rund acht Jahre nach dem Bruch zwischen Mesut Özil und dem Deutschen Fußball-Bund hat sich Joachim Löw zu Özils Rücktritt geäußert. Der frühere Bundestrainer sagte in der ZDF-Doku „Mesut Özil – zu Gast bei Freunden“: „Die ganze Presseerklärung und die Gründe habe ich nie gelesen. Weil erstens war mir das zu lang und zweitens war ich in dem Moment enttäuscht, weil ich’s eigentlich nicht von ihm persönlich gehört habe.“
Özil fehlte auch beim jüngsten Treffen der Rio-Weltmeister von 2014. Für Jogi Löw sehr schade. „Der Mesut lebt jetzt in der Türkei, ist weniger in Deutschland oder äußerst selten“, berichtete Löw und bezeichnete Özil als „einen der besten Nationalspieler, den Deutschland je hatte“. Der damalige DFB-Manager Oliver Bierhoff vermutet, dass Özil einen klaren Schlussstrich ziehen und die Brücken nach Deutschland abbrechen wolle.
Allerdings äußerte er auch etwas Kritik an Özil: „Das Nachtreten finde ich halt nicht gut. Ich hätte nicht gedacht, dass er so harte Worte findet. Dass er so gegen den Verband schlägt, weil man natürlich schon auch abstrahieren muss zwischen Verband und einzelnen Personen“.
Der ZDF-Dreiteiler über Özil ist ab dem 20. März in der Mediathek zu sehen. Die erste Folge läuft am 31. März um 20.15 Uhr im TV. Özil hat Interviewanfragen für die Doku nach Senderangaben abgelehnt. Auch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur gab es keine Antwort. „Mesut ist einfach nur verletzt, weil er nicht die Geborgenheit von dem Land bekommen hat, wo er Weltmeister geworden ist“, berichtete sein langjähriger Weggefährte und Vertrauter Hamit Altintop und stellte klar: „Keiner kennt ihn.“











