Auch der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger bekam sein Fett weg. Der Innenverteidiger hatte vor dem 3:2 für Real Madrid durch Kylian Mbappé Bayerns Josip Stanišić mit einem Schulterstoß niedergestreckt, der allerdings nicht geahndet wurde. Zuvor hatte er sich auch schon ein Scharmützel mit Joshua Kimmich geliefert.
„Sensationelles Tor von Mbappé, aber dem geht ein klassisches Foul von Rüdiger voraus, der vorher schon einmal mit Kimmich irgendwas hatte“, erinnerte sich Lienen. „Erst tritt er ihn, dann schubst er ihn weg. Diese Szene hat eine derartige Respektlosigkeit ausgedrückt, die meinen Grundgedanken befeuert, diesen Mann nicht in die Gefahr zu bringen, diese transatlantische Reise mitzumachen“, forderte Lienen eine Nicht-Nominierung Rüdigers für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko im kommenden Sommer. „Es tut mir leid. Es ist respektlos, wie dieser Mann auf dem Platz rumläuft.“
Stanišić hatte nach dem Spiel zudem von Beleidigungen durch Rüdiger berichtet. „Meines Erachtens geht so was gar nicht. Es ist genau nur ein Wort gefallen – und das zweimal. Aber Sie können ihn ja selbst fragen, was er gesagt hat. Vielleicht ist er Manns genug, es zuzugeben“, hatte er nach dem Spiel gesagt.
Angesichts derartigen Verhalten freute sich Lienen über den Sieg der Bayern. Es hätte ihm die Wochen ruiniert, „wenn diese Truppe mit diesen Charakteren und diesen Verhaltensweisen dafür verantwortlich wäre, dass Bayern München nicht im Halbfinale ist“, so Lienen.
Für die Klagen der Real-Spieler, die nach dem Spiel wütend auf den Schiedsrichter eingeredet hatten, hatte Lienen auch deutliche Worte über: „Das sind schlechte Verlierer. Die gleichen Leute, die auf dem Platz faken und betrügen, das sind dann auch schlechte Verlierer.“











