„Ich muss ehrlich sein“

Mentale Probleme: Ex-Bayern-Star verlässt Heimatklub


20.02.2026 – 06:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Philippe Coutinho im Trikot von Vasco da Gama. Der Brasilianer spielte einst für Liverpool, Barcelona und den FC Bayern. (Quelle: IMAGO/Marina Uezima/imago)

Mit den Münchnern gewann er einst das Triple, nun verlässt Philippe Coutinho seinen Heimatverein, obwohl die Saison gerade erst begonnen hat. Die Gründe sind nicht sportlicher Natur.

Der brasilianische Fußballer Philippe Coutinho zieht einen überraschenden Schlussstrich – und findet dafür sehr persönliche Worte. Der Offensivspieler, der in der Saison 2019/20 das Trikot des FC Bayern trug, verabschiedet sich nach nur drei Spieltagen der neuen Saison von seinem Jugendklub Vasco da Gama. Grund dafür ist seine mentale Verfassung.

Auf Instagram schrieb der 33-Jährige über seinen Abschied: „Die Wahrheit ist, dass ich mental sehr erschöpft bin. Ich war immer sehr zurückhaltend, daher fällt es mir nicht leicht, das hier zu sagen, aber ich muss ehrlich sein.“

Seine Verbindung zu Vasco bezeichnete er als „Liebesbeziehung. Und das wird auch für immer so bleiben“. Dennoch sei der Moment für einen Abschied gekommen. „Mit schwerem Herzen verstehe ich, dass es jetzt an der Zeit ist, einen Schritt zurückzutreten und diesen Zyklus bei Vasco zu beenden. Ich bin dankbar für alles, was ich hier erlebt habe“, erklärte er.

Coutinho spielte bereits in der Jugend für Vasco und gab 2009 sein Profidebüt. Ab 2010 setzte er seine Karriere in Europa fort – bei Inter Mailand, dem FC Liverpool und dem FC Barcelona. 2019 verliehen ihn die Katalanen für ein Jahr an den FC Bayern. Unter Hansi Flick gewann er mit den Münchnern die Champions League, die Meisterschaft und den DFB-Pokal. In 38 Einsätzen erzielte er elf Tore und bereitete neun weitere vor. 2024 kehrte er zu Vasco zurück. Insgesamt absolvierte er 124 Spiele für den Klub.

Zuletzt hatte es Diskussionen um seine Person gegeben. Nach einer Auswechslung im Heimspiel gegen Bahia vor einer Woche setzte sich Coutinho nicht auf die Ersatzbank, sondern ging in die Kabine. Es sollte seine letzte Partie für Vasco gewesen sein. In seinem Statement bezog er dazu Stellung: „Dieses Trikot zu tragen, war eine der wichtigsten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.“ Und bei jedem Training, bei jedem Spiel habe ich mein Bestes gegeben. Immer.“

Er ergänzte: „Ich würde niemals die Fans, meine Mitspieler und Vasco respektlos behandeln. Das habe ich noch nie getan.“ Die Szene bei seiner Auswechslung beschreibt er als entscheidend: „In diesem Moment, auf dem Weg in die Umkleidekabine, spürte und erkannte ich, dass meine Zeit bei diesem Verein vorbei war, und ich kehrte nicht zurück, um mich auf meine psychische Gesundheit zu konzentrieren.“

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