Spieler fragten: „Was können wir noch gewinnen?“
Macht 17 Titel allein in den vergangenen fünf Jahren. Zum Vergleich: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) holte im selben Zeitraum vier Titel. Die männliche U17 gewann 2023 den WM- und EM-Titel, die weibliche U17 triumphierte bei den EM-Turnieren 2022 und 2026. Die Südeuropäer schafften zudem ein Novum im Weltfußball. Spanien ist die erste Nation, die gleichzeitig Weltmeister bei Männern und Frauen ist.
„Ich bin sehr stolz auf diese Generation von Fußballern“, sagte de la Fuente nach dem WM-Triumph. Trotz des größten Erfolgs seiner Laufbahn richtete der 65-Jährige den Blick sofort nach vorn. „Nach dem Spiel fragten mich einige Spieler, was wir noch gewinnen könnten“, berichtete er mit einem Lächeln. „Und ich sagte ihnen: das Spiel im September. Wir haben noch viel zu gewinnen.“
Diese Worte dürften bei den Konkurrenten aufmerksam registriert worden sein. Um Rodri präsentiert sich Spanien ähnlich dominant wie einst die Mannschaft um Xavi, die zwischen 2008 und 2012 zweimal Europa- und einmal Weltmeister geworden war.
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Eines ihrer Erfolgsgeheimnisse: Von den Junioren-Auswahlteams bis hin zur A-Nationalmannschaft wird durchgehend die gleiche Spielidee verfolgt, trainiert und verinnerlicht. Das Ergebnis: Mannschaftstaktisch war „La Furia Roja“, die rote Furie, allen Teams bei dieser WM überlegen. Mit großer Ballsicherheit und einem Tiki-Taka 2.0, dem gefürchteten und schnellen Kurzpassspiel, ließ sie ihren Gegnern im Turnier kaum Möglichkeiten. Auch die phasenweise harte Spielweise Argentiniens im Finale konnte den Spaniern am Sonntag nichts anhaben.
Spanien räumt bei individuellen Auszeichnungen ab
Wie stark die Mannschaft derzeit besetzt ist, zeigt auch der Blick auf die individuellen Auszeichnungen. Rodri wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Unai Simón erhielt den Preis als bester Torhüter, nachdem er in acht Spielen nur ein Gegentor zugelassen hatte. Pau Cubarsi wurde als bester junger Spieler ausgezeichnet.
Im Finale rückten dabei nicht Yamal, Mikel Oyarzabal oder Mikel Merino in den Mittelpunkt. Stattdessen entschied Joker Ferran Torres die Partie in der Verlängerung und wurde zum umjubelten Spielentscheider. „Ich denke, wir haben unglaublichen Fußball gespielt und diesen Pokal verdient“, sagte Cucurella.
Die Spanier krönten damit ein nahezu perfektes Turnier, das Flügelspieler Nico Williams mit seinem Ausruf in den Katakomben des MetLife Stadiums auf den Punkt brachte: „Halleluja!“ Was gleichzeitig auch die Erfolgsaussichten für die kommenden Turniere treffend zusammenfasst.











