Planungen laufen

Bekommt jeder bald eine neue Kontonummer?


19.09.2026 – 13:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Digitaler Euro auf Platine (KI-Symbolbild): Eine neue Kontonummer könnte bald so wichtig werden wie die IBAN.

Die Europäische Zentralbank plant den digitalen Euro und mit ihm eine neue Banknummer für Millionen Europäer. Was dahintersteckt – und warum die neue Nummer bald unverzichtbar werden könnte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) arbeitet derzeit an einem der größten Infrastrukturprojekte in der Geschichte der Europäischen Union: dem digitalen Euro. Ziel ist es, ein digitales Zentralbankgeld zu schaffen, das für alle Bürgerinnen und Bürger der Eurozone zugänglich ist.

Im Rahmen dieses Projekts könnte eine neue Banknummer eingeführt werden – die sogenannte DEAN, die für „Digital Euro Access Number“ steht. Diese Nummer soll eine zentrale Rolle bei der Nutzung des digitalen Euros spielen. Sie könnte in naher Zukunft auch für viele Menschen in Deutschland relevant werden.

Doch was genau ist die DEAN, wie funktioniert sie, und warum könnte sie bald neben IBAN, BIC und Co. unverzichtbar werden?

So funktioniert die DEAN

Laut Planungen der EZB ist die DEAN eine eindeutige Kennung, die jedem digitalen Euro-Konto zugewiesen wird. Sie dient dazu, jedes Konto im System des digitalen Euros klar zu identifizieren und Zahlungen zwischen den Konten sicher und effizient abzuwickeln.

Anders als die IBAN, die bei klassischen Banküberweisungen verwendet wird, ist die DEAN speziell für die Infrastruktur des digitalen Euros konzipiert. Sie wird von einem Zahlungsdienstleister in Zusammenarbeit mit der digitalen Euro-Serviceplattform (DESP) vergeben, sobald ein Nutzer ein digitales Euro-Konto eröffnet.

Die DEAN würde wohl nicht automatisch allen Deutschen zugewiesen werden. Sie ist voraussichtlich nur für diejenigen relevant, die ein digitales Euro-Konto eröffnen und den digitalen Euro nutzen möchten.

Zudem ist die DEAN so gestaltet, dass sie mit bestehenden Identifikationssystemen wie BICs und optionalen Alias-Namen wie einer Handynummer oder einer E-Mail-Adresse verknüpft werden kann. Diese technischen Möglichkeiten sollen die DEAN zu einem unverzichtbaren Element der digitalen Euro-Infrastruktur machen.

Ergänzung, kein Bargeld-Ersatz

Der digitale Euro ist ein geplantes digitales Zentralbankgeld, das von der EZB entwickelt wird. Er soll eine Ergänzung zu bestehenden Zahlungsmethoden wie der IBAN oder Kreditkarten darstellen. Dabei betont die EZB stets, dass der digitale Euro kein Ersatz für Bargeld sein soll.

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Bargeld werde auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Zahlungsverkehr spielen. Der digitale Euro soll vielmehr eine zusätzliche Option bieten, die den Bürgerinnen und Bürgern der Eurozone eine sichere, einfache und effiziente Möglichkeit gibt, Zahlungen digital abzuwickeln – unabhängig von kommerziellen Zahlungsdienstleistern wie Visa oder Mastercard.

Noch befindet sich der digitale Euro in der Pilotphase. Die EZB testet die technische und organisatorische Infrastruktur, bevor der digitale Euro in den breiten Testbetrieb übergeht. Die Einführung des digitalen Euros und der DEAN hängt also von weiteren politischen und regulatorischen Entscheidungen ab.

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