Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person werden die Außenminister der Europäischen Union am Montag bei einem Treffen in Brüssel über die Ausweitung der Marinemission Aspides der Union auf die Straße von Hormus diskutieren.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul bestätigte, dass das Thema diskutiert werde, äußerte jedoch Skepsis gegenüber der Operation und der deutschen Beteiligung.

Aspides ist eine EU-Marineoperation im Roten Meer als Reaktion auf Angriffe der Houthi auf die internationale Schifffahrt im Februar 2024.

Der Druck aus Washington auf europäische und asiatische Partner, zur Sicherung der wichtigen Öltransitroute beizutragen, wächst, nachdem die Energiepreise nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran in die Höhe geschossen sind. Am Wochenende forderte US-Präsident Donald Trump das Vereinigte Königreich, Frankreich, China und Japan auf, Schiffe in die Region zu entsenden, um die Öllieferungen zu schützen.

Rund 20 Prozent des weltweiten Öls fließen durch die Straße von Hormus. Teheran kündigte letzte Woche an, als Vergeltung für die Angriffe die Wasserstraße zu blockieren, und hat seitdem mehrere Schiffe in der Gegend angegriffen.

In einem Gespräch mit der ARD bestätigte Wadephul am Sonntag, dass eine mögliche Verlängerung von Aspides auf europäischer Ebene diskutiert wird, schloss jedoch eine deutsche Beteiligung aus.

Er sagte, er sehe keine unmittelbare Notwendigkeit für eine solche Operation und forderte die Vereinigten Staaten und Israel auf, Klarheit über ihre Ziele im Krieg gegen den Iran zu schaffen.

Seine Kommentare spiegeln die Kritik von Europäern wider, die behaupten, die USA hätten nicht genügend Informationen über den Krieg, seinen Zeitplan oder seine Ziele weitergegeben.

US-Energieminister Chris Wright sagte am Sonntag, dass der Krieg gegen Iran „wahrscheinlich“ in wenigen Wochen enden werde. Die Bemühungen Washingtons, die Ängste auf dem Energiemarkt zu zerstreuen, haben wenig dazu beigetragen, den Anstieg der Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel zu verhindern, was Sorgen über Inflation und schwächeres Wachstum hervorrief.

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