Achtjähriger Fabian aus Güstrow
Mordanklage steht offenbar kurz bevor
Aktualisiert am 24.02.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Anfang November sitzt Gina H. wegen dringenden Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Anklage gegen sie steht offenbar kurz bevor.
Der Sprecher der zuständigen Rostocker Staatsanwaltschaft, Harald Nowack, bestätigte diese Informationen nicht. Er sagte lediglich: „Wir rechnen mit einem Abschluss der Ermittlungen in der kommenden Woche.“ Zu einem möglichen Ergebnis dieser Ermittlungen machte er keinerlei Angaben. Für die Verdächtige gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Fabian war am 10. Oktober aus der Wohnung in Güstrow verschwunden, in der er gemeinsam mit seiner Mutter lebte. Vier Tage später wurde seine Leiche an einem Tümpel im rund 15 Kilometer entfernten Klein Upahl entdeckt. Sein Körper wurde angezündet, wohl, um Spuren zu vernichten. Angaben darüber, wie Fabian getötet wurde, machten die Ermittler bislang nicht. Eine Tatwaffe wurde bis heute nicht gefunden.
Am 6. November nahmen die Ermittler Gina H., die Ex-Freundin des Vaters von Fabian, unter dringendem Mordverdacht in Untersuchungshaft. Mehrere Versuche ihres Verteidigers, die Untersuchungshaft aufzuheben, scheiterten.
Christine Habetha, die Anwältin von Fabians Mutter, die als Nebenklägerin an einem möglichen Prozess teilnehmen würde, sagte t-online, ihre Mandantin verfolge die Ermittlungen „mit großer Betroffenheit“. Sie sei „erleichtert“, dass die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss stünden. Sie hoffe im Fall eines Prozesses auf eine lebenslange Verurteilung wegen Mordes.
