In NRW und Spanien

Ermittler nehmen mutmaßliche Russland-Spione fest


24.03.2026 – 16:15 UhrLesedauer: 1 Min.

Zwei Verdächtige sollen im Auftrag eines russischen Geheimdienstes eine Person in Deutschland ausgespäht haben. Jetzt wurden sie festgenommen.

Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag in Rheine eine rumänische Staatsangehörige und im spanischen Elda einen ukrainischen Staatsangehörigen festnehmen lassen. Beide stehen demnach im Verdacht, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Nach Angaben der Karlsruher Behörde sollen sie eine Person in Deutschland ausgespäht haben, die von hier aus Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert.

Der ukrainische Beschuldigte soll bereits seit Dezember 2025 im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Informationen über die Zielperson gesammelt und auch Filmaufnahmen von deren Arbeitsplatz angefertigt haben. Nachdem er nach Spanien gezogen war, soll die Frau den Auftrag spätestens ab März 2026 übernommen haben. Laut Bundesanwaltschaft filmte sie die Meldeanschrift der Zielperson mit ihrem Mobiltelefon.

Die Ausspähaktionen dienten nach Einschätzung der Ermittler mutmaßlich der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson. Zeitgleich zu den Festnahmen wurden auch die Wohnräume der beiden Beschuldigten durchsucht.

Die Frau soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser entscheidet über den Vollzug der Untersuchungshaft. Der Mann soll nach seiner Überstellung aus Spanien vorgeführt werden. Das Verfahren wurde laut Bundesanwaltschaft gemeinsam mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz geführt, mit den polizeilichen Ermittlungen ist das Bayerische Landeskriminalamt beauftragt.

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