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Gesundheit

Erhöhen bestimmte Medikamente das Risiko?

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 2, 2026
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Erhöhen bestimmte Medikamente das Risiko?

Geistiger Abbau als Nebenwirkung

Erhöhen bestimmte Medikamente das Risiko für Demenz?


02.04.2026 – 08:27 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Mann bekommt Arzneimittel verabreicht (Symbolbild): Wer dauerhaft Medikamente einnimmt und unerwünschte Nebenwirkungen bemerkt, sollte diese ärztlich abklären lassen. (Quelle: kupicoo/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Gewisse Medikamente können das Gedächtnis beeinträchtigen. Einige stehen womöglich sogar mit Demenz im Zusammenhang. Was darüber bekannt ist, erfahren Sie hier.

Gerade Menschen im mittleren oder höheren Lebensalter nehmen häufig dauerhaft Medikamente ein, nicht selten mehrere. Das ist in vielen Fällen notwendig, um Erkrankungen unter Kontrolle zu bringen oder deren Symptome zu lindern. Allerdings birgt besonders eine längerfristige medikamentöse Behandlung immer auch Risiken. Bei einigen Arzneien betreffen diese unter anderem die Hirngesundheit:

Vor allem bei älteren Menschen werden demenzähnliche Symptome, die als Nebenwirkung auftreten, jedoch nicht immer als solche erkannt. Mitunter deuten Angehörige oder sogar Fachpersonen die Gedächtnisstörungen irrtümlich als Beginn oder Verschlechterung einer Demenzerkrankung.

Gerade im Falle eines sogenannten Delirs kann das verheerende Folgen haben: Betroffene erleiden dabei eine plötzliche, krankhafte Veränderung des Geisteszustands, die sich typischerweise unter anderem durch Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, verminderte Aufmerksamkeit, Orientierungslosigkeit und Halluzinationen bemerkbar macht. Ohne rechtzeitige Behandlung kann ein Delir dauerhafte Beeinträchtigungen nach sich ziehen oder sogar lebensbedrohlich sein. Daher gilt ein Delir als medizinischer Notfall.

Verschiedene Gruppen von Arzneimitteln können kurzfristige kognitive Probleme verursachen. Der Fachbegriff dafür lautet „medikamenteninduzierte kognitive Beeinträchtigung“ (kurz DILI für drug-induced cognitive impairment).

Anzeichen dafür sind etwa Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Konzentrationsprobleme oder verlangsamtes Denken. In schweren Fällen kann sogar ein Delir auftreten, ein akuter Zustand mit starker Verwirrtheit und Desorientierung.

Zu den Medikamentengruppen, bei denen solche Nebenwirkungen beschrieben wurden, gehören:

Die Aufzählung zeigt, dass grundsätzlich viele verschiedene Wirkstoffe Einfluss auf Denk- und Gedächtnisleistungen haben können. In der Regel betreffen diese jedoch nur einen Teil der Patientinnen und Patienten. Diese Liste sollte nicht den Eindruck erwecken, fast jede Arznei führe zu Gedächtnisproblemen. Viele der erwähnten Medikamente sind für die Therapie bestimmter Erkrankungen sehr wichtig und für die meisten Menschen verträglich.

Ob die Einnahme zu den erwähnten oder anderen Nebenwirkungen führt und wie stark diese ausgeprägt sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere vom konkreten Wirkstoff, der Dosis, der Dauer der Behandlung und der individuellen Empfindlichkeit.

Wenn kognitive Nebenwirkungen auftreten, können sie sich bereits kurz nach Beginn der Einnahme oder auch erst im Verlauf der Behandlung zeigen. Häufig bessern sich die Symptome wieder, wenn die oder der Betroffene die Dosis reduziert oder das Medikament absetzt. Wenn der Zusammenhang mit den Medikamenten übersehen wird, können Gedächtnis- und Denkprobleme hingegen über Jahre bestehen bleiben.

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