Erdbeeren haben wieder Hochsaison. Doch nicht nur im Preis gibt es Unterschiede: Können die teuren Früchte geschmacklich überzeugen?
Es ist Erdbeerzeit – in Berlin stehen wieder die kleinen, knallroten Stände. An den Buden werden die Früchte von Karls Erdbeerhof verkauft. Auch in den Discountern liegen die Früchte wieder verstärkt in den Obstregalen.
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Preislich unterscheiden sich die Discounterbeeren aus Griechenland und die heimischen Früchte aus Brandenburg sehr. Während die 500-Gramm-Schale beim Discounter derzeit 2,49 Euro kostet, müssen Konsumenten für die Erdbeeren von regionalen Anbietern deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Preise für regionale Erdbeeren: 6,50 Euro für 500 Gramm
Für die gleiche Menge zahlt man bei Karls Erdbeerhof 6,50 Euro. Die 750-Gramm-Schale kostet 8,95 Euro. Doch sind die teuren Erdbeeren ihren Preis wert? t-online hat den Geschmackstest gemacht.
Rein optisch ist relativ leicht zu erkennen, welche Erdbeeren wo gekauft wurden. Denn während die Discounterfrüchte in einer Plastikverpackung angeboten werden, kommen die regionalen Erdbeeren in einer Schale aus Pappe daher.
Erdbeeren im Geschmackstest: So schneiden sie ab
Zudem weisen die regionalen Erdbeeren eine leuchtend rote Farbe auf, während sich unter den preiswerten Früchten einige weniger reife Exemplare befinden. Und der Geschmack? Die Erdbeeren aus dem Supermarkt schmecken deutlich saurer als die von Karls Erdbeerhof. Auch die Konsistenz ist fester, einige Früchte weisen dunkle Druckstellen auf. Das kann am längeren Transportweg liegen.
Bei den regionalen Erdbeeren sind kaum Druckstellen zu sehen. Sie schmecken angenehm süß und sind deutlich weicher. Darin sind sich alle Verkoster in der t-online-Redaktion einig. Bis auf eine Kollegin, der die Discounterbeeren bei einem Blindtest besser geschmeckt haben.
Felder zum Selbstpflücken: Hier gibt es sie
Die Erdbeersaison in Deutschland dauert noch mehrere Monate an. Gegen Ende August werden die letzten Früchte von den Feldern geholt. Wer regionale Erdbeeren bevorzugt und etwas sparen will, kann die Früchte auch selbst pflücken. Eine Liste der Felder finden Sie hier.
Auch Karls Erdbeerhof betreibt Flächen zum Selbstpflücken. Berliner müssen aber längere Strecken zu den Feldern zurücklegen, denn sie liegen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
