„Wie zwei Explosionen“

Erdbeben erschüttert europäische Hauptstadt


Aktualisiert am 20.05.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Epizentrum des Bebens: Auch in Schweden spürten die Menschen Erschütterungen. (Quelle: EMSC)

In Deutschlands Nachbarland Dänemark hat die Erde gebebt. Es war der stärkste Erdstoß seit 2012.

Unter der dänischen Hauptstadt hat die Erde gebebt. Wie auf der Seite des Seismologischen Zentrums Europa-Mittelmeer (EMSC) zu lesen war, gab es am Nachmittag ein Erdbeben der Stärke 3,9 in der Gegend rund um Kopenhagen. Das Zentrum des Bebens lag demnach 28 Kilometer südlich der Stadt.

Bei der Kopenhagener Polizei gingen laut der Nachrichtenagentur Ritzau zahlreiche Anrufe ein. „Das ganze Haus hat gewackelt“, zitierte die Zeitung „Jylands Posten“ eine Bewohnerin eines Vorortes. „Mein erster Gedanke war, dass unsere Waschmaschine heruntergefallen sein könnte.“ Ihre Tochter habe geglaubt, ein Auto sei ins Haus gefahren.

  • Buckelwal Timmy: Experte überzeugt – das Tier war eine Kuh
  • 70.000-Einwohner-Stadt ratlos: Absurde Stuhl-Posse im Münsterland

Wie die schwedische Zeitung „Sydsvenskan“ berichtete, war das Erdbeben auch in der südschwedischen Stadt Malmö zu spüren. „Das ist ein relativ großes Beben, sowohl nach dänischem als auch schwedischem Maßstab“, sagte der Seismologe Björn Lund von der Universität Uppsala zu „Sydsvenskan“.

Auch in Odense auf der dänischen Insel Fünen, etwa 170 Kilometer westlich von Kopenhagen, soll das Beben noch zu spüren gewesen sein. Das berichtete der Rundfunksender DR.

Hier war das Beben spürbar: Es ist höchstens mit wenigen, leichten Schäden zu rechnen. (Quelle: Erdbebennews)

Erdbeben in Dänemark: Leichte Schäden möglich

Zunächst gab es keine Angaben zu Schäden aufgrund der Erschütterungen. Der deutschen Erdbeben-Fachseite „Erdbebennews“ zufolge ereignete sich das Beben um 16.14 Uhr in einer Tiefe von zehn Kilometern. Bei einem Beben dieser Stärke sei mit wenigen bis keinen Schäden an Gebäuden zu rechnen, hieß es. Nutzer der Seite beschrieben ihre Empfindungen. „Es war wie zwei Explosionen im Untergrund im Abstand von einer Sekunde“, schilderte ein User. „Ich war im Hotelzimmer, als es plötzlich vibrierte und rumpelte“, erklärte eine Nutzerin. „Das war etwa zwei Sekunden und viel stärker, als wenn ein schwerer Lkw direkt neben einem Haus vorbeifährt.“

Erdbeben sind in Dänemark relativ selten. Das Beben vom Mittwoch war das kräftigste in oder nahe Dänemark seit 2012. Damals wurde laut der dänischen geologischen Forschungsanstalt GEUS ein Erdbeben der Stärke 4,3 gemessen. Als es im Jahr 2008 in Schweden, etwa 65 Kilometer östlich von Kopenhagen mit einer Stärke von 4,8 bebte, war dies auch in der Gegend rund um die dänische Hauptstadt zu spüren.

Share.
Exit mobile version