Schiedsrichter-Ärger im Wembley

Tuchel wütend auf deutschen Referee: „Gebrauchter Tag“

28.03.2026 – 11:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Thomas Tuchel war nach dem Spiel gegen Uruguay sauer auf die Schiedsrichter. (Quelle: Alastair Grant/dpa-bilder)

Im Testspiel gegen Uruguay muss sich England mit einem Remis zufriedengeben. Nach dem Spiel wütet Thomas Tuchel gegen den deutschen Schiedsrichter.

Beim WM-Vorbereitungsspiel gegen Uruguay hat England im Londoner Wembley-Stadion ein 1:1 geholt – und Trainer Thomas Tuchel danach kein gutes Haar an Schiedsrichter Sven Jablonski gelassen. Der Deutsche kritisierte drei konkrete Entscheidungen des Referees öffentlich und verweigerte nach dem Abpfiff jedes Gespräch mit ihm.

Tuchel machte seine Haltung klar: „Ich habe nicht mit ihm geredet, ich wollte nicht. Das war überhaupt keine gute Leistung während des gesamten Spiels.“

Der erste Aufreger ereignete sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Uruguays Verteidiger Ronald Araujo trat Phil Foden mit offener Sohle – Jablonski ließ weiterspielen. Foden musste in der 56. Minute gegen Cole Palmer ausgewechselt werden. Innenverteidiger Harry Maguire zeigte sich fassungslos: „Man sieht nicht oft, dass solche Tacklings keine Rote Karte nach sich ziehen. Es sind nur noch ein paar Monate bis zur Weltmeisterschaft, und wir haben Schiedsrichter, die solche Tacklings zulassen. Das ist enttäuschend.“

Der zweite strittige Moment betraf den Uruguayer Manuel Ugarte. TV-Bildern in England zufolge sah der Manchester-United-Mittelfeldspieler nach einem Foul an Palmer in der 70. Minute Gelb – und elf Minuten später erneut. Trotzdem blieb er auf dem Platz. Später hieß es, die erste Verwarnung sei vom vierten Offiziellen zurückgenommen worden.

Die Nachspielzeit lieferte den dritten Aufreger. Ben White hatte England in der 81. Minute in Führung gebracht, verschuldete dann aber ein Foul an Federico Viñas. Federico Valverde verwandelte den Elfmeter in der 94. Minute nach VAR-Einsatz zum 1:1-Endstand. Tuchel äußerte sich zur Entscheidung: „Vielleicht ist Ben in diesem Moment auch ein bisschen gierig, aber eine Entscheidung aufzuheben, wenn der Schiedsrichter ganz klar mit beiden Händen signalisiert hat, dass er es gesehen hat und es ihm nicht gereicht hat.“

Den VAR-Einsatz in diesem Fall hinterfragte Tuchel grundsätzlich. Er zeigte sich „überrascht, dass der VAR überhaupt im Einsatz ist, denn ich dachte, er funktioniert nicht, weil das Foul an Phil Foden nicht einmal überprüft wurde, das Foul an Noni (Madueke) auch nicht. Und dann wurde plötzlich dieser Fall überprüft.“ Sein Urteil fiel knapp aus: „Okay, ein gebrauchter Tag.“

Tuchel hatte für das Spiel unter anderem Bayern-Stürmer Harry Kane geschont. Am Dienstag trifft England im nächsten Testspiel auf Japan.

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