Vorfall im Urlaub
WM in Gefahr? England-Star Maguire wohl vor Gericht verurteilt
04.03.2026 – 19:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Bereits vor sechs Jahren war Harry Maguire nach einem Vorfall im Urlaub verurteilt worden. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit muss er sich nun geschlagen geben.
Der englische Nationalspieler Harry Maguire muss offenbar eine Niederlage vor Gericht hinnehmen. Wie die britische „Sun“ berichtet, wehrte sich Maguire gegen Anschuldigungen, nach denen er bei einem Vorfall im Urlaub auf der griechischen Insel Mykonos im Jahr 2020 Polizisten geschlagen haben soll. Der Prozess habe sich jahrelang hingezogen, doch nun habe der Verteidiger vor einem griechischen Gericht eine Niederlage hinnehmen müssen. Eine Berufung sei nicht möglich, allerdings hätten seine Anwälte die Möglichkeit, rechtliche Fragen vor einem höheren Gericht zu erörtern.
Laut dem Bericht soll Maguire bei dem Vorfall abends mit seiner Frau, seiner Schwester, seinem Bruder und fünf weiteren Personen unterwegs gewesen sein. Als die Gruppe auf ein Taxi nach Hause gewartet habe, sollen sich zwei Männer Maguires Schwester genähert haben. Maguire behauptete dem Bericht zufolge, dass seine Schwester plötzlich das Bewusstsein verloren habe und er die Männer daraufhin angeschrien habe, es aber keinen Kampf gegeben habe.
Laut „Sun“ hätten sich drei Männer der Gruppe genähert, als sie gerade im Taxi davonfahren wollte. Bei den Männern habe es sich wohl um Undercover-Polizisten gehandelt. Sie hätten das Taxi umzingelt und die Gruppe zum Aussteigen gezwungen. Laut „Sun“ gab Maguire an, nicht gewusst zu haben, dass es sich um Polizisten gehandelt habe. Er habe befürchtet, dass er und die Gruppe entführt werden würden. Nach seinen Angaben seien sie geschlagen und in Handschellen gelegt worden.
Einer der Männer habe Maguire nach dessen Angaben gegen die Beine getreten und geschrien: „Kein Fußball mehr – du wirst nie wieder spielen.“ Da habe er gedacht, dass es sich unmöglich um Polizisten handeln könne und versucht wegzulaufen. Dabei habe er eine Hand in einer Handschelle gehabt. Aus dieser Situation seien die Anklagen auf Widerstand gegen eine Festnahme und Körperverletzung entstanden. Er habe niemanden geschlagen, so Maguires Version der Geschichte.
Der Fußballer wurde laut „Sun“ nach dem Vorfall zwei Tage lang in einer Zelle festgehalten und dann vor ein Gericht gebracht. Seine Verteidiger hätten wohl nur zwei Stunden Zeit bekommen, um sich auf den Prozess vorzubereiten. Der Fußballer sei zu einer 21-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Maguire habe Berufung eingelegt, die insofern Erfolg gehabt habe, dass das Urteil zunächst aufgehoben und ein neuer Prozess festgelegt worden sei. Maguire sei daraufhin nach England zurückgekehrt und habe jahrelang versucht, seinen Ruf wiederherzustellen. Nun sei er aber vor Gericht gescheitert. Seine Strafe wurde laut „Sun“ aber auf 15 Monate und 20 Tage Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 1.500 Euro reduziert.
Für Maguire könnte das Urteil dem Bericht zufolge allerdings noch zum Problem werden: Er müsse die Verurteilung angeben, wenn er ein Visum für die USA und Mexiko erhalten wolle, zwei der Gastgeberländer der Weltmeisterschaft im Sommer. Seine Chancen auf eine Teilnahme am Turnier seien damit in Gefahr.










