Frankreich verpasst WM-Wunder
Zehn-Tore-Spektakel: England holt Bronze
Aktualisiert am 19.07.2026 – 01:06 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit schafft Frankreich fast die Sensation. Am Ende rettet England aber Platz drei ins Ziel.
Die englische Nationalmannschaft hat sich in einem spektakulären Spiel um Platz drei die Bronzemedaille bei der Fußball-WM gesichert. Gegen Frankreich setzte sich die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel am Ende mit 6:4 (4:0) durch. In einer furiosen ersten Halbzeit hatte England eine desolate Leistung der Franzosen genutzt und war durch Tore von Declan Rice (3. Minute), Ezri Konsa (18.), und einen Doppelpack von Bukayo Saka (37. + 45. +1) mit 4:0 in Führung gegangen.
- Nach WM-Aus: Weltmeister Lahm hat klare Forderung an den DFB
- Fußball-WM: DFB-Bosse bleiben Finale fern
In der zweiten Hälfte drehte Frankreich aber nochmal auf und es entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch. Zunächst kam durch einen Doppelpack von Kylian Mbappé (48. + 66.) und Bradley Barcola (54.) auf 4:3 heran. Dann schoss England durch einen verwandelten Foulelfmeter von Saka das 5:3. Ousmane Dembélé brachte Frankreich in der sechsten Minute der Nachspielzeit nochmal heran, doch dann setzte Jude Bellingham zwei Minuten später den Schlusspunkt.
So lief das Spiel
Vor dem Anpfiff bekam Tuchel einen Einblick, wie die Stimmung aktuell in England ist. Als am Ende der Verlesung der Mannschaftsaufstellung der Schwabe auf der Anzeigetafel eingeblendet wurde, waren zahlreiche Buhrufe deutlich vernehmbar. Die Zahl der englischen Fans war im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen deutlich geringer. Das 1:2 nach langer Führung im Halbfinale gegen Argentinien ist noch lange nicht verdaut.
Doch schon nach drei Minuten wurde die Stimmung besser. Rice eroberte den Ball an der Mittellinie, dribbelte ungehindert in die Nähe des Strafraums und schlenzte den Ball aus gut 20 Metern flach in die lange Ecke. Das Spiel hatte trotz der schwülen Hitze von Miami Tempo und zahlreiche Torszenen. Die sieben Wechsel im Vergleich zum Halbfinale auf beiden Seiten hinderten den Spielfluss nicht.
Rayan Cherki (11.) prüfte Englands Torhüter Dean Henderson und hatte eine der wenigen klaren Möglichkeiten in der demütigenden ersten Halbzeit für Frankreich. Mbappé (22.), der vor dem Spiel noch einen emotionalen Brief an Deschamps veröffentlicht hatte, versuchte es mit einem Schlenzer aus über 20 Metern – erfolglos.
