Vorfall in England

Dreijähriger landet in Krokodil-Gehege – Mann verhaftet


Aktualisiert am 19.06.2026 – 02:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Krokodilgehege (Symbolbild): In einem Zoo in England wurde ein Kind schwer verletzt. (Quelle: Thomas Wanhoff)

Ein Dreijähriger soll in einem Zoo von einem Mann gepackt und in ein Gehege geworfen worden sein. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes.

In Großbritannien ist ein Junge in einem Zoo mutmaßlich von einem Mann in ein Krokodil-Gehege geworfen worden. Britische Medien berichten, die Ehefrau des Zoobesitzers habe den Vorfall gesehen und sei hinterhergesprungen.

Der Vorfall trug sich laut dem „The Independent“ am Donnerstag im Johnson’s Zoo in Huntingdonshire nördlich von London zu. Der Polizei sei zunächst gemeldet worden, dass sich ein Kind im Krokodil-Gehege befinde. Ein 30-jähriger Mann aus Norfolk wurde festgenommen. Er und das Kind sollen sich nicht gekannt haben.

Kind offenbar in kritischem Zustand

Laut „The Sun“ hat sich der Dreijährige einen Arm und eine Hüfte gebrochen. Er sei im Krankenhaus und in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Ob die Krokodile den Jungen verletzt haben oder die Verletzungen vom Sturz stammen, ist bislang nicht bekannt. Das Gehege wurde nach dem Vorfall zunächst geschlossen. Der Zoo ließ mitteilen, dass die Besitzer und Mitarbeiter in Gedanken bei der Familie des Jungen sind.

Die Polizei von Cambridgeshire hat die Ermittlungen aufgenommen. Noch steht nicht fest, wie genau es zu dem Vorfall kam. Gegen den Mann wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Ein eineinhalb Meter hoher Zaun schützt die Besucher vor einem Fall, ein Versehen scheint deshalb unwahrscheinlich.

Der Zoo ist Teil eines Bauernhofs der Familie Johnson und ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Es befinden sich auch Tiger und Löwen dort. Gründer Andy Johnson hatte bei einer Reise nach Florida seine Liebe zu Krokodilen entdeckt und einige Tiere zu seiner Farm gebracht. Nach Angaben der „The Sun“ nutzt er sie, um überschüssiges Fleisch vom Bauernhof loszuwerden. Johnson soll laut der Zeitung einmal gesagt haben, dass er im Falle seines Todes an seine Reptilien verfüttert werden will.

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