Eines zählt jetzt
Kaufprämie fürs E-Auto: Warum Sie leer ausgehen könnten
22.02.2026 – 06:34 UhrLesedauer: 1 Min.
Das Interesse an der neuen E-Auto-Prämie ist riesig, doch das Geld im Fördertopf ist begrenzt. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Zehntausende Autofahrer wollen zugreifen. Für viele wird jedoch kein Cent übrig bleiben.
Der Staat verteilt Geld, doch die Kassen könnten sich schneller leeren als gedacht. Das Marktforschungsinstitut Puls hat Autofahrer nach ihren Plänen gefragt. Die Zahlen lassen aufhorchen: Gut drei Prozent der Halter möchten die Prämie definitiv in Anspruch nehmen. Jeder Fünfte rechnet zwar noch, hat die Prämie aber ebenfalls fest im Blick.
Hochgerechnet auf den deutschen Markt bedeutet das: Rund eine Million Autofahrer fassen den Kauf eines geförderten Wagens konkret ins Auge. Doch der Staat deckelt das Budget auf drei Milliarden Euro. Diese Summe reicht lediglich für etwa 800.000 Fahrzeuge. Damit droht 200.000 Interessenten eine Enttäuschung, wenn sie bei der Antragstellung zu lange warten.
Das Institut warnt zudem vor einem Effekt, der am eigentlichen Ziel vorbeigeht. Besonders offen für die Prämie sind derzeit Halter, die bereits ein junges Elektro- oder Hybridfahrzeug besitzen. Dabei soll die Förderung eigentlich den Umstieg vom Verbrenner auf den Stromer beschleunigen.
Ein weiteres Problem trifft alle, die bereits ein E-Auto besitzen: Experten befürchten, dass die Zuschüsse für Neuwagen die Preise auf dem Gebrauchtmarkt weiter drücken. Wer sein altes Elektrofahrzeug verkaufen möchte, muss sich auf sinkende Restwerte einstellen.
