Strafmildernd hatte sich laut DFB ausgewirkt, dass Sportgeschäftsführer Thomas Kessler Trippels Aussagen bereits kurz nach dem Spiel verurteilt hatte.

Der 1. FC Köln ist in die Derbywoche gestartet. Fünf Tage vor dem prestigeträchtigen 100. Bundesliga-Duell mit Borussia Mönchengladbach haben die Geißböcke die Vorbereitung aufgenommen. Dabei konnte sich Trainer Lukas Kwasniok über zwei Rückkehrer freuen. Jan Thielmann und Denis Huseinbasic stehen dem FC nach ihren Verletzungen wieder zur Verfügung und sind entsprechend eine Kader-Option für das Derby am Samstag.

Dafür meldete sich Fynn Schenten weiterhin krankheitsbedingt ab. Der Youngster hatte schon am Wochenende sowohl bei den Profis als auch im Nachwuchs gefehlt. Zudem konnten neben den beiden langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian auch Alessio Castro-Montes und Joel Schmied (beide erneute Muskelverletzung) weiterhin nur im Reha-Bereich arbeiten. Neben dem Quartett wird der FC am Samstag auch auf die beiden gesperrten Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen verzichten müssen.

Nachdem die Innenminister Herbert Reul (NRW) und Armin Schuster (Sachsen) in einem „Kicker“-Interview den Bundesliga-Vereinen offen mit der Verweigerung von Veranstaltungsgenehmigungen gedroht haben, hat der 1. FC Köln nun empört reagiert. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach sagte Geschäftsführer Philipp Türoff ebenfalls im „Kicker“: „Pauschale Drohungen mit der Umlegung von Polizeikosten oder der Verweigerung von Genehmigungen halten wir nicht für zielführend.“ Und weiter: „Sie stellen nachweisbar keinen wirksamen Hebel für mehr Sicherheit dar, sondern riskieren, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Klubs und Behörden zu untergraben.“

Türoff betonte, dass der Verein in Köln einen engen Austausch mit Polizei und Fans gleichermaßen führe und so „ein sicheres Stadionerlebnis beim FC gewährleisten“ könne. Dann machte er deutlich: „Unsere Position ist klar: Die lokalen Stadionverbotskommissionen müssen erhalten bleiben, denn Sicherheit im Stadion ist eine lokale Aufgabe, die Standortkenntnis und oft Fingerspitzengefühl erfordert. Eine rein zentrale Steuerung kann aus unserer Sicht der Komplexität des Einzelfalls nicht gerecht werden.“

Die Diskussion ist damit ausgerechnet vor der Sportministerkonferenz am Mittwoch neu entfacht. In diesem Zuge will die Deutsche Fußball Liga den Entwurf für eine zentrale Fachaufsicht bei den Stadionverboten den Vereinen vorstellen, die Klubs wiederum sollen danach in den Austausch mit den Fans gehen.

Share.
Exit mobile version