Mourinho sieht Gelb-Rot
Bei Real-Sieg in Lissabon: Eklat um Vinícius Jr.
17.02.2026 – 23:41 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem chaotischen Spiel gewinnt dieses Mal Real Madrid bei Benfica. Im Mittelpunkt steht eine mutmaßlich rassistische Beleidigung gegen Vinícius Jr.
Real Madrid hat sich im Playoff-Hinspiel bei Benfica Lissabon für die dramatische Niederlage zum Ende der Gruppenphase revanchiert. Vinícius Jr. erzielte beim 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg den Treffer des Tages (50. Minute) – und löste danach eine minutenlange Spielunterbrechung aus. Der Brasilianer jubelte nach seinem Traumtor provokant mit einem Tänzchen an der Eckfahne, sah dafür auch die Gelbe Karte – wenige Augenblicke später wurde das Spiel unterbrochen.
Benfica-Stürmer Gianluca Prestianni hatte den Real-Star offenbar beleidigt, hielt sich dabei das Trikot vor den Mund. Vinícius stürmte daraufhin wild gestikulierend zu Schiedsrichter Francois Letexier, der das Spiel umgehend unterbrach. Es kam zu hitzigen Diskussionen an der Seitenlinie, vor allem Vinícius und Teamkollege Kylian Mbappé waren außer sich.
Ein Benfica-Betreuer sah die Rote Karte, Vinícius selbst saß zwischenzeitlich kopfschüttelnd auf der Ersatzbank. Zehn Minuten und längere Diskussionen später, an denen unter anderem Benficas früherer Real-Trainer José Mourinho beteiligt war, wurde das Spiel fortgesetzt, Vinícius im Estádio da Luz von da an bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.
Mourinho sah in der Schlussphase wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte. Zuvor hatte er vehement einen Platzverweis gegen Vinícius gefordert. Damit wird er beim Rückspiel im Bernabeu-Stadion fehlen.
Real, bei dem der in dieser Saison häufig verletzte Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startelf stand, ließ sich diesmal nicht überraschen. Am letzten Spieltag der Gruppenphase hatte Benfica-Keeper Anatolij Trubin Lissabon in letzter Minute per Kopf in die Playoffs gebracht – ebenso wie Madrid.
