Jetzt ist es offiziell
Eintritt in den Kölner Dom soll künftig Geld kosten
Aktualisiert am 05.03.2026 – 13:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Für die Pflege des Kölner Doms fehlt es an Geld. Nun will das Domkapitel Eintritt verlangen.
Der Besuch im Kölner Dom wird erstmals Eintritt kosten. Das teilten die Verantwortlichen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. Die Höhe der Gebühr steht noch nicht fest. Dompropst Guido Assmann kündigte an, den Eintrittspreis in den kommenden Wochen bekannt geben zu wollen.
Auch Aktionstage und Sonderangebote seien im Gespräch. Der Eintritt gilt ausschließlich für touristische Besuche. Dompropst Assmann sagte dazu: „Das Wichtigste ist: Der Kölner Dom bleibt ein Gotteshaus. Das Gebet, das Kerzen anzünden muss, der kurze Besuch, muss weiterhin möglich sein.“
Dieses Angebot wollen die Verantwortlichen auch in Zukunft in bestimmten Bereichen des Doms ermöglichen. Rund 99 Prozent der rund sechs Millionen Besucher im Jahr seien allerdings Touristen.
Das Domkapitel begründet den Schritt mit steigenden Ausgaben, alleine für das Jahr 2026 wird ein Defizit von 1,6 Millionen Euro erwartet. „Unsere Rücklagen, mit denen wir die Verluste in den vergangenen Jahren ausgleichen konnten, sind in absehbarer Zeit aufgezehrt“, sagte Domrendant Clemens van de Ven auf einer Pressekonferenz am Dienstag.
Das Erzbistum Köln hatte im Zuge umfassender Einsparungen seine Zuschüsse für den Dom zuletzt eingefroren – was nach Angaben des Dompropstes faktisch einer Kürzung von 400.000 Euro entspricht. Die Folgen sind für Kirchenbesucher bereits spürbar: Frühmorgens ist der Dom für Gottesdienstbesucher nur noch über das Nordportal zugänglich. Um die Einnahmen zu steigern, wurden zusätzliche Spendenboxen aufgestellt und die Eintrittspreise für Turmbesteigung und Domschatzkammer erhöht.
