Eike Hesselbarth ist im Auswärtigen Amt für die Koordinierung der humanitären Minenräumung zuständig. Humanitäre Hilfe, Diplomatie und Technologie sind Teil seiner Arbeit.
Herr Hesselbarth, rund 60 Millionen Menschen Weltweit leben immer noch Menschen in Gebieten, in denen Minen oder nicht explodierte Bomben eine tägliche Bedrohung darstellen. Warum bleiben die Risiken trotz humanitärer Maßnahmen so hoch?
Einerseits gibt es derzeit Konflikte, bei denen Munition zum Einsatz kommt, die Blindgänger zurücklassen kann, etwa wenn russische Raketen die Ukraine angreifen. Auf der anderen Seite gibt es Sprengstoffe, die aus früheren Konflikten stammen und auch Jahrzehnte später noch im Boden zu finden sind, etwa Minen, nicht explodierte Bomben und Artilleriegranaten. Sie verfügen häufig noch über scharfe Zünder und schon leichte Erschütterungen können zum Beispiel eine panzerbrechende Granate zur Explosion bringen. In Ländern wie der Ukraine, Syrien und Afghanistan gibt es Millionen von Minen und nicht explodierten Bomben. Einige davon wurden absichtlich platziert, andere wurden nach Angriffen zurückgelassen. Trotz des starken Engagements Deutschlands und anderer Geber mangelt es oft an finanziellen Mitteln oder ausreichend sicheren Bedingungen für deren Beseitigung.











