Von Fakhriya M. Suleiman
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Mit Plänen für ein Multimillionen-Euro-Projekt unter der Leitung von Maison Cailler, der ältesten noch existierenden Schokoladenmarke des Landes, schlägt die Schweiz ein neues Kapitel im Schokoladentourismus auf.
Der „Parc du chocolat Cailler“ wird sich über 30.000 Quadratmeter erstrecken und hat einen ehrgeizigen Zeitplan für die Eröffnung im Jahr 2030 in Broc, Gruyère, in seiner ersten Phase. Für besonders Naschkatzen ist die Voreröffnung jedoch zwischen Ende 2027 und Mitte 2028 geplant.
Unterstützt durch Investitionen im Wert von 400 Millionen CHF (436,1 Millionen Euro) hofft der Themenpark, im ersten Jahr zwischen 700.000 und 800.000 Schokoladenliebhaber anzulocken, mit noch größeren Plänen für eine Million Besucher in den Folgejahren.
Die Veranstalter versprechen den Besuchern ein immersives Erlebnis, bei dem sie „die Welt der Schokolade entdecken, einen Blick hinter die Kulissen der Schokoladenherstellung in der Fabrik werfen, Kreationen probieren und an Workshops mit Meister-Chocolatiers teilnehmen können“.
Die Entwicklungspläne des Projekts umfassen Hotelangebote, die auf Familien und Restaurants zugeschnitten sind. Der Park soll außerdem über einen Mehrzweckparkplatz im Gebiet En Liaubon verfügen. Alternativ haben Besucher auch eine direkte Erreichbarkeit über das Schweizer Bahnnetz.
Der zur öffentlichen Konsultation geöffnete Parc du chocolat geht auf das Jahr 2018 zurück. Zu den neuesten Entwicklungsplänen gehört ein „Kakao-Gewächshaus“, das von Kakaobäumen beschattet wird und die Herkunft des Kakaos und seinen Anbau beleuchtet. Die Ausstellung beleuchtet auch die Rolle der Milch bei der Schokoladenherstellung.
Zu den weiteren Standortvorschlägen gehört laut RTS das sogenannte „fliegende Theater“, das Flüge über ausgewählte Landschaften der Schweiz ermöglicht.
Das Schokoladen-Megaziel, ein immersives Erlebnis, das bis zu sechs Stunden dauern kann, wird voraussichtlich mehr als 300 Arbeitsplätze schaffen, darunter auch Hotelpersonal.
Auch der Parc du Chocolat baut auf dem mehr als hundertjährigen Erbe von Cailler auf. Die Schokoladenfabrik Maison Cailler produziert seit 1898 mit der Eröffnung einer Fabrik Süßwaren im kommerziellen Maßstab. Seit 1929 gehört es zur Nestlé-Gruppe.
Heute strömen jedes Jahr mindestens 400.000 Gäste in das Schokoladenparadies. Zu den Angeboten der Fabrik gehören von führenden Chocolatiers geleitete Workshops, in denen Besucher die Kunst des Temperierens und der Herstellung eigener Schokoladenkreationen ausprobieren können.
Außerdem werden Audioführungen rund um Maison Cailler angeboten, die in verschiedenen Sprachen verfügbar sind. Besucher unternehmen eine Reise durch die Geschichte der Schokoladenherstellung – von den Azteken bis zur modernen Produktion. Als Belohnung für das Durchhalten der einstündigen Tour warten Schokoladenschätze auf alle, die es bis zum Ziel geschafft haben.










