Von&nbspEuronews

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Mindestens 15 Menschen kamen am Dienstagabend ums Leben, nachdem ein Schiff der Küstenwache im Meer vor der griechischen Insel Chios mit einem Schnellboot an Bord von Migranten kollidierte.

Von den 25 geretteten Menschen wurden 24, darunter 11 Kinder, auf der östlichen Ägäisinsel in der Nähe der Türkei ins Krankenhaus eingeliefert.

Einer der geretteten Menschen starb später. Auch zwei Beamte der Küstenwache seien leicht verletzt worden, teilte die Küstenwache mit.

Es ist unklar, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Schnellboot befanden, da die Suche nach den Vermissten am Mittwoch fortgesetzt wurde.

Vier Küstenpatrouillenboote, zwei Hubschrauber und Taucher begannen über Nacht mit der Suche, die bis in den Morgen reichte, wobei noch ein Hubschrauber und fünf Patrouillenschiffe beteiligt waren.

Die griechische Küstenwache sagte am Mittwoch in einer Erklärung, dass eines ihrer Patrouillenboote am späten Dienstag ein Beiboot entdeckt habe, das ohne Navigationslichter in Richtung Chios fuhr. Trotz akustischer und optischer Signale des Patrouillenbootes hielt das Schnellboot nicht an.

„Stattdessen drehte sich der Pilot (des Schnellboots) um und das Boot kollidierte dann mit der Steuerbordseite des Patrouillenboots der Küstenwache“, heißt es in der Erklärung, „die Wucht des Aufpralls ließ das Boot kentern und sinken.“

Griechenland ist ein wichtiger Einreisepunkt in die Europäische Union für Migranten und Flüchtlinge, die aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien fliehen.

Zusammen mit anderen EU-Ländern hat Griechenland kürzlich seine Haltung zur Migration verschärft und die Grenz- und Seepatrouillen verstärkt.

Obwohl diese Maßnahmen zu einer Verringerung der Grenzübertrittsversuche geführt haben, sah sich Griechenland wegen seines Umgangs mit der illegalen Einwanderung zunehmender internationaler Beobachtung und Kritik von Menschenrechtsgruppen ausgesetzt, einschließlich des Vorwurfs von Zurückweisungen.

Im vergangenen Jahr leitete die Grenzschutzbehörde der EU eine Untersuchung zu einem Vorfall im Jahr 2023 ein, bei dem ein Boot vor der Südküste des Landes sank und Hunderte Menschen starben.

Mehr als 1.700 Menschen starben oder wurden im Jahr 2025 auf den Migrationsrouten nach Europa im Mittelmeer und im Atlantik vor der Küste Westafrikas vermisst, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk im November mit.

Nach Angaben der wichtigsten UN-Migrationsorganisation IOM sind seit 2014 etwa 33.000 Migranten im Mittelmeer gestorben oder verschwunden.

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