„Spektakulärer Einblick“

Zwei ZDF-Produktionen gewinnen einen Oscar


Aktualisiert am 16.03.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.

„Ein Nobody gegen Putin“: Der Dokumentarfilm hat einen Oscar gewonnen. (Quelle: Mike Coppola / Getty Images)

Die diesjährigen Oscars wurden verliehen. Dabei gingen zwei Preise an Produktionen, an denen das ZDF und Arte gearbeitet hatten.

And the Oscar goes to: „Ein Nobody gegen Putin“. In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ hat bei den Oscars eine deutsche Koproduktion gewonnen. Der Film des amerikanischen, in Kopenhagen lebenden Regisseurs David Borenstein und des russischen Videofilmers Pawel Talankin ist eine Koproduktion von Dänemarks öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalt DR, der britischen BBC sowie von ZDF und Arte. Der Film ist in der Arte-Mediathek zu sehen, aber auch bei YouTube.

Laut ZDF und Arte erzählt der Film „gleichermaßen humorvoll und niederschmetternd“, wie das Leben im heutigen Russland aussehe und wie eine ganze Generation indoktriniert werde. Die Doku liefere „einen spektakulären Einblick ins Herz der russischen Propaganda“.

„Ein Nobody gegen Putin“ dokumentiert das Leben von Talankin, der Lehrer an einer Schule in seiner Heimatstadt Karabasch ist. Als er mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine den Auftrag bekommt, patriotische Veranstaltungen zu organisieren und zu dokumentieren, wachsen in ihm die Zweifel an Russlands politischem System.

Und noch eine weitere Koproduktion von Arte und ZDF wurde ausgezeichnet: Fpr „Sentimental Value“ gab es den Preis als „Bester Internationaler Film“. ZDF-Programmdirektorin Dr. Nadine Bilke zeigt sich erfreut: „Dies ist ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit von ZDF und ARTE mit unseren europäischen Koproduktionspartnern und zeigt, welche Qualität das europäische Kino durch starke Kooperationen entfalten kann. Die ausgezeichneten Produktionen verhandeln zentrale gesellschaftliche Themen unserer Zeit – auch deshalb erfüllt uns diese große Anerkennung mit besonderem Stolz.“

Abräumer des Abends war jedoch ein anderer Film. „One Battle After Another“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ergatterte bei den 98. Academy Awards sechs Oscars, darunter auch den Goldjungen in der Königskategorie Bester Film.

Paul Thomas Anderson konnte als Regisseur triumphieren. Leonardo DiCaprio war ebenfalls nominiert, der Preis in der Kategorie Bester Hauptdarsteller ging jedoch an Michael B. Jordan für „Blood & Sinners“. Der Horrorstreifen kam auf insgesamt vier Trophäen. „Blood & Sinners“ war mit 16 Nominierungen der Favorit des Abends. „One Battle After Another“ kam auf 13 Nominierungen.

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