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Home » Ebola-Ausbruch begann früher als angenommen
Gesundheit

Ebola-Ausbruch begann früher als angenommen

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 25, 2026
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Ebola-Ausbruch begann früher als angenommen

Neue Zahlen bekannt geworden

WHO: Ebola-Ausbruch größer als gedacht

24.05.2026Lesedauer: 2 Min.

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Die WHO geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, weil der Ausbruch wochenlang unbemerkt blieb. (Archivbild) (Quelle: Jerome Delay/AP/dpa/dpa-bilder)

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Neue Daten zeigen, dass der Ebola-Ausbruch im Kongo wohl früher begann als bislang bekannt. Die Zahl der Toten steigt auf über 200.

Der Ebola-Ausbruch im Ostkongo ist offenbar wochenlang unentdeckt geblieben. Neue Angaben des Roten Kreuzes deuten auf frühere Infektionen hin. Drei freiwillige Rotkreuz-Helfer haben sich nach Angaben der IFRC wahrscheinlich bereits am 27. März in der Provinz Ituri mit Ebola infiziert.

Sie seien dort in einer anderen humanitären Angelegenheit im Einsatz gewesen und mit Toten in Kontakt gekommen, teilte die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Genf mit. Zu diesem Zeitpunkt sei noch nicht bekannt gewesen, dass das Ebolavirus grassiere. Die Helfer starben demnach am 5., 15. und 16. Mai.

  • WHO: Ebola-Ausbruch weitet sich aus
  • Streit um Ebola-Toten: Klinik im Ostkongo angezündet

Ausbruch blieb lange unentdeckt

Bislang galt ein Mann aus dem Kongo als frühester bekannter Fall des aktuellen Ausbruchs. Er war am 24. April mit Symptomen behandelt worden und drei Tage später gestorben.

Die ersten Ebola-Fälle wurden erst am 15. Mai im Labor bestätigt. Am 17. Mai erklärte die Weltgesundheitsorganisation eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits mehr als 240 bekannte mutmaßliche Infektionen.

Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden seit Beginn des Ausbruchs 867 Verdachtsfälle gemeldet. 204 Erkrankte starben. Im Labor bestätigt wurden 91 Infektionen, darunter 10 mit tödlichem Verlauf.

Seltener Virustyp erschwert Lage

Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Fälle deutlich höher liegt. Der Ausbruch sei wochenlang unbemerkt geblieben, zudem würden nicht alle Fälle gemeldet.

Erschwert wird die Lage durch den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebolavirus. Herkömmliche Tests hätten den Erreger zunächst nicht bestätigt. Gegen diesen Typ gibt es weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie.

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In Uganda sind bislang fünf weitere bestätigte Fälle bekannt, die mit dem Ausbruch im Ostkongo zusammenhängen. Zahlen zu Verdachtsfällen veröffentlicht das Nachbarland nicht.

Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus überträgt sich durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Bei der Ebola-Epidemie in Westafrika starben 2014 und 2015 mehr als 11.000 Menschen.

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