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Home » Eagle-Syndrom selbst ertasten: Geht das?
Gesundheit

Eagle-Syndrom selbst ertasten: Geht das?

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 14, 2026
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Eagle-Syndrom selbst ertasten: Geht das?

Erkrankung feststellen

Eagle-Syndrom selbst ertasten – geht das?


Aktualisiert am 14.07.2026 – 16:50 UhrLesedauer: 2 Min.

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Liegt eine bestimmte anatomische Anomalie vor, können bestimmte Kopfbewegungen Schmerzen im Gesicht, im Kiefer- oder Ohrbereich auslösen. (Quelle: Pheelings Media/getty-images-bilder)

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Das Eagle-Syndrom wird durch eine anatomische Besonderheit im Kopf-Hals-Bereich hervorgerufen. Lässt sich diese auch selbst ertasten?

Beim (seltenen) Eagle-Syndrom kommt es für gewöhnlich zu (meist) einseitigen Gesichtsschmerzen oder nah am Kieferbereich auftretenden Schmerzen außen am Hals. Schmerzen können aber auch im Halsinneren im Bereich des unteren Rachens, der Zungenbasis oder der Gaumenmandeln auftreten.

In manchen Fällen sind die Schmerzen bei Menschen mit Eagle-Syndrom ständig präsent, in anderen kommen und gehen sie. Häufig rufen bestimmte Kopfbewegungen die Schmerzen hervor oder verstärken sie, wie etwa beim Sprechen, Gähnen oder Schlucken. Welche Beschwerden außerdem möglich sind, lesen Sie in „Eagle-Syndrom – diese Symptome weisen darauf hin„.

  • Schmerzhaftes Eagle-Syndrom: Ist es gefährlich?
  • Schluckbeschwerden: Woher kommt der Kloß im Hals?

Eagle-Syndrom: Anatomische Anomalie lässt sich (selbst) ertasten

Auslöser der Beschwerden beim Eagle-Syndrom ist eine anatomische Auffälligkeit: Bei den Betroffenen ist der sogenannte Griffelfortsatz (Processus styloideus) ungewöhnlich lang. Der Griffelfortsatz ist ein stäbchenförmiger, spitzer Knochenfortsatz unterhalb des Schläfenbeins (Os temporale), der sich etwa unterhalb der Ohren befindet.

Anatomie Schädel: Ist der Griffelfortsatz überlang, kann er Schmerzen bereiten.Vergrößern des Bildes
Ist der Griffelfortsatz überlang, kann er Schmerzen bereiten. (Quelle: rendixalextian/getty-images-bilder)

Normalerweise ist der Griffelfortsatz nur ungefähr 2,5 Zentimeter lang. Bei Menschen mit Eagle-Syndrom kann er deutlich länger sein oder in einem ungünstigen Winkel liegen. Das lässt sich in Röntgenbildern oder mithilfe einer Computertomografie sichtbar machen. Ein überlanger Griffelfortsatz lässt sich jedoch auch über den Mundraum ertasten.

Daher ist das Abtasten der äußeren Halsregion und des Mundraums üblicherweise Teil der Diagnose und kann Hinweise auf das Vorliegen eines Eagle-Syndroms geben. Üblicherweise erfolgt es vor den bildgebenden Untersuchungen. Bei den Betroffenen ist der Griffelfortsatz meist druckempfindlich und löst beim Ertasten die gewohnten Schmerzen aus. Bei normaler Länge lässt sich der Griffelfortsatz nicht ertasten.

Theoretisch ist es möglich, den verlängerten Griffelfortsatz beim Eagle-Syndrom auch selbst über den Mundraum zu ertasten. Das kann gelingen, indem Betroffene den Zeigefinger in die Nische für die Gaumenmandeln legen (die sogenannte Fossa tonsillaris) und dort sanften Druck ausüben. Ruft der Druck an dieser Stelle die bekannten Gesichts-, Ohren- oder Kopfschmerzen hervor, ist ein überlanger Griffelfortsatz wahrscheinlich.

Anatomie Gaumenmandeln: Löst leichter Druck auf die Mandelgrube (Fossa tonsillaris) Schmerzen in Gesicht, Ohr oder Kopf aus, kann das auf das Eagle-Syndrom hinweisen.Vergrößern des Bildes
Löst leichter Druck auf die Mandelgrube (Fossa tonsillaris) Schmerzen in Gesicht, Ohr oder Kopf aus, kann das auf das Eagle-Syndrom hinweisen. (Quelle: VectorMine/getty-images-bilder)
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