Wartung und Pflege

Der E-Bike-Motor unterstützt nicht mehr: Daran kann es liegen


Aktualisiert am 13.06.2026 – 09:03 UhrLesedauer: 4 Min.

Fahrrad mit elektrischer Motorunterstützung: Wann tun, wenn der Motor nicht mehr so will, wie er sollte= (Quelle: Zacharie Scheurer/dpa-tmn./dpa)

Das Display des E-Bikes zeigt eine Fehlermeldung an? Nur selten ist der robuste und langlebige Motor defekt. Das können die Ursachen für Fehler sein.

Der alte Drahtesel aus dem Keller ist oft mit ein paar Handgriffen und Ersatzteilen wieder flott zu bekommen. Bei älteren Pedelecs oder E-Bikes (hier erfahren Sie, was der Unterschied ist) kann das anders aussehen. Dennoch gibt es auch beim motorunterstützten Bike einige Dinge, die Sie tun können, wenn eben jener Motor streikt.

Dieser Fehlerquellen sollten Sie kennen

In der Regel merken Sie schnell, wenn etwas mit dem Antrieb nicht stimmt: Die Tretunterstützung durch den Motor setzt entweder zeitweise aus, funktioniert gar nicht mehr, bringt weniger Leistung oder macht merkwürdige Geräusche. In den meisten Fällen geht jedoch nicht der Motor selbst kaputt. „Die sind ziemlich robust gebaut und auf lange Betriebsdauern ausgelegt“, heißt es vom Pressedienst Fahrrad (pd-f).

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Wenn das Display nun doch einen Fehlercode anzeigt, kann dies mehrere Ursachen haben.

  • Dann ist häufig nur ein Bauteil verstellt oder verdreht, etwa der Geschwindigkeitssensor am Hinterrad oder der entsprechende Speichenmagnet, der anhand seiner Umdrehungszahlen die Grundlage für die Geschwindigkeitsberechnung bildet.
  • Deshalb kann man sich zuerst selbst auf Fehlersuche begeben und das Internet befragen, falls ein Fehlercode unbekannt sein sollte.
  • Möglicherweise kann es sich um einen Akkufehler, einen Software- oder einen Motorfehler handeln.
  • Checken Sie, ob der Akku geladen ist: Manchmal kann ein Defekt am Ladegerät dazu führen, dass er keine Energie zugeführt bekommt.
  • Zudem können Sie alle Kabelverbindungen einem Sichtcheck unterziehen. Sitzt alles fest oder ist doch etwas aus einer Halterung gebrochen? Sind möglicherweise Kontaktpunkte lose oder korrodiert?

Elektromotoren sind grundsätzlich verschleißfrei

Wenn Sie keinen Fehler finden können, sollten Sie einer Fachwerkstatt aufsuchen und den Profi auf Fehlersuche gehen lassen. „Prinzipiell sind Elektromotoren relativ wartungsarm und verschleißfrei“, heißt es vom vom ZIV. Gängige einfache Störungen könnten zumeist vom Fachhändler behoben werden. Diese erhalten Schulungen für die entsprechenden Systeme.

Bei größeren Defekten muss der Motor eingeschickt werden. Nach eigenen Angaben tauscht beispielsweise der Hersteller Bosch die betroffene Einheit innerhalb der Gewährleistung aus. Außer unsachgemäßer Gebrauch verursachte den Defekt.

Bei günstigen E-Bikes macht es außerhalb von Garantiefällen jedoch wenig Sinn einen defekten Motor auszutauschen, wie Eisenberger meint. Inklusive Einbau könne das je nach Modell zwischen 800 und 1.000 Euro kosten. Lassen Sie sich von einem Experten beraten und sich vorher einen Kostenvoranschlag geben.

Keine Motorreparaturen in Eigenregie

Von Reparaturen in Eigenregie raten die Experten ab. „Die Antriebseinheit und auch die anderen Komponenten dürfen keinesfalls geöffnet werden“, warnt Tamara Winograd vom E-Rad-Komponentenhersteller Bosch. „Bei Öffnung der Komponenten erlischt jeglicher Gewährleistungs- und Garantieanspruch.“

Alte Nabenmotoren können überhitzen

Bei älteren E-Rädern und speziell bei Nabenmotoren kann das System überhitzen – insbesondere bei längerer Bergauffahrt, wenn man leicht tritt und den Motor die Arbeit machen lässt.

„Dann reicht mitunter die Hitzeableitung nicht aus und der Motor schaltet ab“, erklärt der ZIV. Er will dieses Problem auch bei modernen Pedelecs nicht ganz ausschließen. Davon sind speziell schweren Lastenräder betroffen. Insgesamt sollte man unbedingt das zugelassene Gesamtgewicht beachten.

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