Ein kleiner Funke reicht

Waldbrände: DWD ruft für Frankfurt höchste Gefahrenstufe aus


29.07.2026 – 07:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Waldbrandgefahr-Schild (Symbolbild): Mit den Temperaturen steigt in Hessen auch die Gefahr für Brände. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

Die nächste Hitzewelle ist da: Rund um Frankfurt zeigt der Waldbrandgefahrenindex am Donnerstag Stufe 5 an. In der Stadt gelten bereits strenge Verbote.

In Südeuropa ist die Katastrophe bereits eingetreten: In Frankreich und Spanien toben schwere Waldbrände, die bereits mehrere zehntausend Hektar Fläche zerstört haben. Auch in Deutschland schauen die Behörden wachsam auf die Wälder.

Denn die anhaltende Hitze von bis zu 39 Grad bei gleichzeitiger Dürre lässt die Waldbrandgefahr auch in Hessen deutlich steigen. Für Frankfurt und Teile des Rhein-Main-Gebiets weist der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag die höchste Gefahrenstufe aus.

Waldbrandgefahr: Das bedeutet Gefahrenstufe 5

Mit den Temperaturen steigt auch das Feuer-Risiko. Nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes gilt am Donnerstag in fast ganz Hessen mindestens eine hohe Waldbrandgefahr. Rund um Frankfurt und Darmstadt erreicht der Waldbrandgefahrenindex sogar Stufe 5 – die höchste Kategorie der fünfstufigen Skala. Sie steht für eine „sehr hohe“ Gefahr.

Einsatzkräfte bekämpfen einen Waldbrand (Symbolbild): In Frankfurt ist die Feuerwehr dieser Tage in Alarmbereitschaft. (Quelle: IMAGO/Andreas Friedrichs/imago)

Stufe 5 steht beim Deutschen Wetterdienst für eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Das bedeutet nicht, dass zwangsläufig ein Feuer entsteht. Die Bedingungen sind jedoch so ungünstig, dass sich trockenes Material besonders leicht entzünden und ein Brand rasch ausbreiten kann. Vor allem Wind kann dazu führen, dass eine zunächst kleine Feuerstelle schnell außer Kontrolle gerät.

Der Index berücksichtigt unter anderem Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Windgeschwindigkeit. Auch die Feuchtigkeit von Laub, Nadeln und anderem abgestorbenem Pflanzenmaterial auf dem Waldboden spielt eine wichtige Rolle. Der für einen Tag veröffentlichte Wert zeigt jeweils die höchste berechnete Gefahrenstufe während der Tageslichtstunden an. Das Risiko kann deshalb insbesondere in den warmen Nachmittagsstunden seinen Höhepunkt erreichen.

Hitze und Trockenheit: Das ist in Frankfurt aktuell verboten

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat die Stadt das Grillen auf sämtlichen öffentlichen Grillplätzen bis auf Weiteres verboten. Das Verbot umfasst nicht nur Holz- und Kohlegrills, sondern auch Gas-, Elektro- und Campinggrills. Auch Shishas mit glühender Kohle dürfen dort nicht verwendet werden. Das Ordnungsamt kontrolliert die Einhaltung.

Im Wald sind Rauchen und offenes Feuer grundsätzlich verboten. Das gilt auch für kleine Lagerfeuer. Brennende oder glimmende Zigaretten dürfen keinesfalls weggeworfen werden. Nach Angaben der hessischen Forstbetriebe wird ein großer Teil der Waldbrände durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst.

Ein Warnschild im Wald (Symbolbild): Bei der anhaltenden Trockenheit reicht bereits ein kleiner Funke, um einen Waldbrand zu entfachen. (Quelle: Imago/Rene Traut)
Share.
Exit mobile version