Charts-Comeback mit 94
Was Freddy Quinn mit einer Düsseldorfer Band zu tun hat
Aktualisiert am 21.02.2026 – 19:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Sänger Freddy Quinn stürmt mit seinem neuen Album die Charts. Auch mit Düsseldorf hat der Wahl-Hamburger einen Berührungspunkt.
„Die Gitarre und das Meer“, „Unter fremden Sternen (fährt ein weißes Schiff nach Hongkong)“ oder „La Paloma“: Die Lieder des 94-jährigen Sängers Freddy Quinn sind aus der deutschen Schlagerwelt nicht wegzudenken. Jetzt hat er erneut einen Charterfolg gelandet.
Und: Auch wenn Quinns Spuren in Düsseldorf vergleichsweise klein sind, gibt es eine Verbindung zwischen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und dem Sänger – zumindest indirekt. Denn eine der wohl bekanntesten Bands aus Düsseldorf coverte einst einen von Quinns Songs: Die Toten Hosen.
1987 nahmen sie unter dem Pseudonym „Die Roten Rosen“ Quinns umstrittenes Lied „Wir“ (1966) für ihr Album „Never Mind the Hosen, Here’s die Roten Rosen“ neu auf. Das Original von 1966 richtete sich gegen die Gammler- und Studentenbewegung und war eine Abrechnung mit der 68er-Protestbewegung.
Quinn wirft der Jugend im Text vor, sich nicht um den Frieden auf Erden zu kümmern und stattdessen nur faul in der Gegend „herumzulungern“, „alte Kirchen zu beschmieren“, als „lautstarke Meute“ zu „protestieren“ und Unruhe zu stiften.
Die Toten Hosen interpretierten das Stück schließlich als Punkversion neu, um die Nähe zwischen Spießertum und Punk aufzuzeigen. Mit der Neuinterpretation wollten sie beweisen, dass der Unterschied zwischen Spießbürgertum und Punk oft nur eine Frage des Rhythmus ist.
Auch, wenn Quinn davon abgesehen in seinem bewegten Leben nur wenig mit Düsseldorf zu tun hatte, hat er so immerhin auch hier eine kleine Spur hinterlassen.
Der gebürtige Österreicher, der mittlerweile in Schleswig-Holstein lebt, stürmte insbesondere in den 50er und 60er Jahren regelmäßig die Spitzenplätze der Charts. Insgesamt verkaufte Quinn mehr als 60 Millionen Tonträger.











