„Do bes jot jenoch“

Höhner covern viralen Sommerhit – jetzt wird’s „op Kölsch“


Aktualisiert am 01.07.2026 – 18:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Patrick Lück – Frontmann der Höhner auf der Bühne (Symbolbild): Die Kölner Kultband hat sich einem viralen Sommerhit angenommen. (Quelle: IMAGO/Ervin Monn/imago)

Aus „Du bist gut genug“ wird „Do bes jot jenoch“: Die Höhner covern den viralen Hit. Der Song schreibt derweil Chartgeschichte und schafft es bis in die Billboard Global 200.

Mit „Gut genug“ hat das Berliner Produzententeam KitschKrieg um Christoph Erkes (Fizzle) und Christian Meyerholz (Fiji Kris) einen Song geschaffen, der sich von einer unscheinbaren Demo zu einem globalen Phänomen entwickelt hat. Ein Lied mit dem Musikduo Blumengarten und Rapperin Shirin David, das plötzlich überall ist: auf Schulhöfen, in Instagram-Reels, in den Feeds amerikanischer Superstars – und das nun auch eine Kölner Kultband für sich entdeckt hat.

Die Höhner haben gemeinsam mit „WDR Jeck“ den viralen Sommerhit gecovert und „eingekölscht“, wie Frontmann Patrick Lück der Kölner Lokalredaktion von t-online auf Nachfrage erklärt. „Der Song ist in aller Munde, ich glaube, da kommt im Moment niemand dran vorbei“, so der Höhner-Frontmann weiter.

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„Du bist gut genug“: Höhner kölschen viralen Hit ein

Und Lück hat recht: Der Song schaffte gerade mit Platz 129 den Sprung in die Global-200-Charts des US-amerikanischen Musikmagazins Billboard. Laut Plattenfirma Sony ist dies in diesem Jahrtausend noch keinem deutschen Song gelungen und vorher nur wenigen deutschsprachigen Acts wie Nena („99 Luftballons“), Falco („Rock Me Amadeus“), Kraftwerk („Autobahn“) oder Ivo Robić („Morgen“). „Schon interessant, was alles möglich ist heutzutage“, äußert sich Lück zu dem Erfolg.

Auf Initiative des WDR habe man sich also zusammengesetzt und Textanpassungen „op Kölsch“ vorgenommen. Aus „Du bist gut genug“ wurde somit „Do bes jot jenoch!“. Besonders gefallen habe der Band dabei die Message hinter dem Song. „Die Höhner stehen seit 54 Jahren für Vielfalt, Toleranz und Menschlichkeit – und so auch der Kölner an sich“, erklärt Lück. „Und das bringt für uns dieser Song sehr sehr gut rüber“.

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Dass Sprache bei dem viralen Song keine Rolle spielt, verzückt auch die Macher. „Es ist halt geil zu erfahren, dass diese Emotion, die in etwas steckt, über eine Sprachbarriere hinausgehen kann. Die können ja genug andere Lieder hören, aber entscheiden sich für dieses, weil sie anscheinend etwas fühlen dabei“, sagt Erkes. „Es ist mal wieder eine Bestätigung dafür, dass gute Musik und gute Lieder ihren Weg finden. Man weiß nicht, wo und wann, aber sie finden eigentlich immer ihren Weg.“ In Deutschland steht „Gut genug“ seit zwei Wochen auf Platz Eins.

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