Mehrere Vorfälle
„Das ist wie Stalking“: Streeck attackiert Tabaklobby
22.07.2026 – 10:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Schikaniert die Tabaklobby den Bundesdrogenbeauftragten? Hendrik Streeck erhebt schwere Vorwürfe.
Hendrik Streeck, Drogenbeauftragter der Bundesregierung, hat schwere Vorwürfe gegen die Tabaklobby erhoben. „Ich habe den Eindruck, Vertreter der Tabaklobby sind regelrecht auf mich angesetzt. Die wollen mich zermürben“, sagte der CDU-Politiker und Virologe dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Er berichtet dabei von Vorfällen auf mehreren Sommerfesten in Berlin: „Jemand hat mich regelrecht verfolgt und meine Gesprächspartner fotografiert.“ Später seien diese angesprochen worden, um Streeck zu diskreditieren. „Ich würde nur Schwachsinn erzählen, meine Argumente seien Unsinn, ich verweigerte mich Gesprächen“, berichtet Streeck über die Äußerungen der Tabakvertreter. Streek sagt: „Es ist einfach unfassbar, welcher Druck von der Tabaklobby auf Abgeordnete des Bundestags ausgeübt wird. Das ist wie Stalking.“
Zudem äußert Streeck auch Kritik am Vorgehen der schwarz-roten Koalition. So gebe es „erhebliche Widerstände, leider auch aus den Reihen der Koalition“ gegen Pläne des Landwirtschaftsministeriums, etwa ein Dutzend gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe in E-Zigaretten und Vapes zu verbieten. Er mahnt: „Ich kann nur an die Abgeordneten und das Bundeskabinett appellieren, auf die Gesundheitsexperten zu hören und nicht auf die Tabaklobby.“
Auch Pläne der Bundesregierung, künftig Nikotinbeutel zu besteuern, sieht Streeck kritisch. Als Drogenbeauftragter warne er davor, „sich von der Aussicht auf Steuermehreinnahmen blenden zu lassen und die Nikotinbeutel zu legalisieren“. Stattdessen müssten diese generell verboten werden. Bisher sind Besitz und Konsum erlaubt, nur der Verkauf ist illegal.
