Großeinsatz in Wien
Baugerüst begräbt Arbeiter – vier Tote
Aktualisiert am 17.03.2026 – 19:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Menschen arbeiten auf einer Baustelle. Plötzlich bricht das Gerüst, auf dem sie stehen, in sich zusammen. Ein stundenlanger Großeinsatz beginnt.
Beim Einsturz eines Baugerüsts in Wien sind am Dienstag gegen 14.30 Uhr vier Arbeiter ums Leben gekommen, ein weiterer ist schwer verletzt worden. Wie die Rettungskräfte mitteilten, sei das Unglück in einem Innenhof im Stadtteil Alsergrund beim Ausbau eines Dachgeschosses passiert.
Demnach seien mehrere Teile des Gerüsts sowie ein Schalelement eingestürzt. Zudem sollen große Mengen Beton in die Tiefe gestürzt sein, berichtete die österreichische „Kronen-Zeitung“ unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher. Fünf Arbeiter, die zu dem Zeitpunkt auf dem Gerüst im Einsatz waren, sollen dabei verschüttet worden sein.
Die rund 100 Einsatzkräfte konnten sich nur mühsam den Weg durch das Trümmerfeld vorarbeiten. Sie hätten teils mit Werkzeugen, teils mit ihren bloßen Händen durch die Betonmassen gegraben.
Erst nach 90 Minuten sei der erste Arbeiter gefunden worden, so das Blatt. Es handele sich um einen 45-Jährigen, der schwere Verletzungen im Bereich des Kopfes, der Wirbelsäule sowie an den Händen und Armen erlitten habe. Er sei nun in einer Klinik, hieß es weiter. Bei der Bergung des Mannes sollen die anderen anwesenden Bauarbeiter, die nicht in den Unfall verwickelt waren, geholfen haben.
In den Stunden danach sollen die Rettungskräfte dann die weiteren vier Vermissten gefunden haben. Sie konnten nur noch tot geborgen werden, hieß es in dem Bericht.
Die Polizei hat nun Ermittlungen zu den Hintergründen des Unfalls eingeleitet. In den kommenden Tagen sollen Zeugen des Unglücks befragt werden. Wie die „Kronen-Zeitung“ unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, zähle dazu auch der überlebende Mitarbeiter, sobald sein Gesundheitszustand das zulässt.
