Streik bei Lebensmittelkonzern
Dr. Oetker schränkt Müsli-Produktion ein
02.07.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Arbeitskampf beim Lebensmittelriesen Dr. Oetker kommt es zu ersten Produktionsausfällen. Die Gewerkschaft dringt auf deutlich mehr Lohn.
Im Tarifkonflikt beim Lebensmittelhersteller Dr. Oetker ist es zu Warnstreiks gekommen. An den Standorten Bielefeld und Oerlinghausen legten insgesamt etwa 170 Beschäftigte die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte. Konzernangaben zufolge arbeiten dort zusammengerechnet circa 2.300 Menschen.
Die NGG fordert für die Oetker-Beschäftigten 5,7 Prozent mehr Gehalt und einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder. Den lehne Oetker ab und biete lediglich ein Gehaltsplus von zwei Prozent, heißt es von der Gewerkschaft.
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Ein Unternehmenssprecher von Dr. Oetker sagte, die Arbeitsniederlegungen hätten „einen geordneten Verlauf“ genommen. „Aufgrund der Beteiligung an dem Warnstreik laufen die Produktionen in einem eingeschränkten Umfang weiter.“
In der Produktion war die Teilnahmequote laut NGG höher als in der Verwaltung. „Wir haben ein Zeichen gesetzt“, sagte Gewerkschafter Thorsten Kleile und forderte die Arbeitgeber auf, in der vierten Verhandlungsrunde am 8. Juli ein deutlich besseres Angebot vorzulegen.
An den Standorten werden Müsli, Backmischungen und andere Backzutaten hergestellt. Außerdem gibt es dort Verwaltung, IT-Abteilungen und weitere Konzernbereiche.










