Druck von US-Präsident Trump
Australien gewährt iranischen Fußballerinnen Asyl
Aktualisiert am 10.03.2026 – 04:31 UhrLesedauer: 3 Min.
Die iranische Frauen-Nationalmannschaft schwieg bei der Nationalhymne und muss nun wohl um ihre Sicherheit fürchten. Der US-Präsident findet klare Worte.
Australien gewährt den fünf iranischen Fußballspielerinnen, die vor einem Spiel in dem Land nicht die iranische Nationalhymne gesungen hatten, Asyl. „Ich habe ihre humanitären Visa gestern Abend genehmigt“, sagte Australiens Innenminister Tony Burke am Dienstag vor Journalisten.
Die fünf Fußballerinnen seien in der Nacht zum Dienstag von ihrem Hotel aus an einen sicheren Ort gebracht worden, wo sie die Asylanträge gestellt hätten, sagte Burke weiter. „Sie sind herzlich eingeladen, hier in Australien zu bleiben und sie sind hier sicher und können sich hier wie zu Hause fühlen“, fügte er hinzu.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die australische Regierung öffentlich dazu aufgefordert, den Spielerinnen Asyl zu gewähren. Den Frauen könnten bei einer Rückkehr in den Iran Repressalien drohen.
„Australien begeht einen schweren humanitären Fehler, indem es zulässt, dass die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft in den Iran zurückgeschickt wird, wo sie höchstwahrscheinlich getötet werden. Tun Sie das nicht, Herr Premierminister! Gewähren Sie ASYL! Die USA werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Post wurde vom offiziellen X-Account des Weißen Haus geteilt. Die USA und Israel befinden sich seit Tagen in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Iran.
Wenig später berichtete Trump dann von produktiven Gesprächen mit Australiens Premier Anthony Albanese: „Er ist dran“, schrieb Trump ebenfalls bei Truth Social. „Um fünf wurde sich schon gekümmert, der Rest ist auf dem Weg“, schrieb Trump über die Asylverfahren. „Einige glauben aber, sie müssen zurück, weil sie sich um die Sicherheit ihrer Familien sorgen, inklusive Bedrohungen gegen die Familienmitglieder, wenn sie nicht zurückkommen“, so Trump weiter. Der Premierminister mache aber einen guten Job im Umgang mit der Situation.
„Als klar war, dass die Frauen Hilfe wollten, hat die australische Bundespolizei sie zu einem sicheren Ort gebracht, wo sie immer noch sind“, erklärte nun Australiens Ministerpräsident Anthony Albanese. Seine Regierung bereite sich darauf vor, den Spielerinnen „für eine gewisse Zeit“ zu helfen und biete auch weiteren Spielerinnen des iranischen Teams Hilfe an. Angesichts der schwierigen Lage, in der sich die Frauen befänden, müssten sie jedoch selbst entscheiden, ob sie das Angebot annehmen. „Aber wir sagen ihnen, wenn Sie unsere Hilfe möchten, ist Hilfe da und wir werden sie Ihnen geben.“









