Harmonischer Besuch in Washington
Merz zu Trump: „Wir sind uns einig“
Aktualisiert am 03.03.2026 – 18:48 UhrLesedauer: 3 Min.

Bei seinem dritten Besuch im Weißen Haus seit seiner Vereidigung trifft Bundeskanzler Merz auf Donald Trump. In der Pressekonferenz ging es um den Iran, Energiepreise, Nato-Ausgaben – und Angela Merkel.
Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Dienstag in Washington mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Es ist das dritte Treffen der beiden seit Merz’ Vereidigung vor zehn Monaten. Im Weißen Haus bekannten sich beide Seiten zur engen Zusammenarbeit, insbesondere mit Blick auf den Krieg gegen den Iran und wirtschaftliche Fragen.
Trump begrüßte Merz zu Beginn demonstrativ freundlich. Deutschland sei ein „respektiertes Land“, der Kanzler ein „toller Anführer“ und „mein Freund“. Mit Blick auf dessen Amtsvorgängerin Angela Merkel sagte Trump: „Mit Angela hatte ich meine Schwierigkeiten.“ Merz sei in Fragen von Energie und Migration „das Gegenteil von ihr“.
Inhaltlich stand vor allem der Krieg gegen den Iran im Mittelpunkt. Merz erklärte, man sei sich einig, dass das Regime in Teheran „weg“ müsse. Deutschland unterstütze die USA und Israel. „Wir haben ein großes Interesse an Zusammenarbeit. Das ist nicht nur für die Amerikaner wichtig, sondern auch für Europa“, sagte der Kanzler. Zugleich verwies er auf die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Steigende Energiepreise seien ein Problem für die Wirtschaft, deshalb hoffe man auf ein schnelles Ende des Krieges.
Trump verteidigte das militärische Vorgehen gegen den Iran. Das Regime sei „irre“, sagte er, doch Israel und die USA seien vorbereitet gewesen. Militärisch habe man den Iran geschlagen. Für die Zukunft sprach sich der Präsident für eine neue Führung in Teheran aus, „die im Land beliebt ist, wenn es so jemanden gibt“.
Der russische Krieg gegen die Ukraine steht nach Trumps Angaben weit oben auf seiner Prioritätenliste. Es herrsche ein „enormer Hass“ zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj, sagte Trump.
Noch 2024 hatte Trump im Wahlkampf behauptet, er werde als Präsident den Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden. Die Bemühungen um ein Ende des Krieges unter Vermittlung der USA stocken aktuell jedoch. „Manchmal gebe ich dem einen die Schuld, manchmal dem anderen“, sagte Trump nun.