Kultimbiss in der Hauptstadt
Döner in Berlin wieder günstiger – erste Imbisse senken Preise
08.03.2026 – 09:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Dönerpreise sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. In Berlin gibt es nun erstmals wieder leichte Rückgänge – bei einigen Imbissen kostet der Klassiker bis zu einen Euro weniger.
Der Döner gehört zu den beliebtesten Snacks in Deutschland – doch in den vergangenen Jahren ist er deutlich teurer geworden. In Berlin zeichnet sich nun erstmals wieder eine leichte Entspannung ab: Einige Imbisse in der Hauptstadt senken ihre Preise.
Im bundesweiten Durchschnitt kostete ein Döner mit Fleisch im Jahr 2025 rund 7,11 Euro. Das sind laut Marktforschungsinstitut YouGov 47 Prozent mehr als noch 2021, als der Preis im Schnitt bei 4,85 Euro lag. Trotz dieser Entwicklung ist die Nachfrage weiter gestiegen: Zwischen 2021 und 2025 nahm die Zahl der Bestellungen um etwa 15 Prozent zu.
Auch bei den Essgewohnheiten bleibt der Döner beliebt. Einer YouGov-Umfrage zufolge isst etwa jeder dritte Deutsche (35 Prozent) mindestens einmal im Monat Döner, knapp die Hälfte seltener.
In Berlin zeigen sich inzwischen erste Preisnachlässe. „Derzeit sind punktuelle Preisrückgänge zu beobachten“, sagt Erdogan Koc vom Verband der Dönerproduzenten Deutschland. Manche Imbisse hätten ihre Preise um 50 Cent bis zu einem Euro pro Döner gesenkt.
Besonders beim Hähnchendöner, der in Berlin traditionell weitverbreitet ist, sei das spürbar. Hintergrund seien zuletzt gesunkene Einkaufspreise für Geflügelfleisch. Dadurch hätten einige Betriebe kurzfristig mehr Spielraum bei der Preisgestaltung.
Von einer flächendeckenden Entwicklung könne allerdings keine Rede sein. Vor allem neu eröffnete Läden versuchten häufig, Kunden über niedrigere Preise anzulocken. Etablierte Imbisse hielten ihre Preise dagegen meist stabil.
Ein weiterer Grund für den Preisdruck ist laut Branchenvertretern das große Angebot in der Hauptstadt. In Berlin eröffnen weiterhin zahlreiche neue Dönerläden – der Wettbewerb unter den Anbietern ist entsprechend hoch. „Dieses Zusammenspiel führt zu intensivem Wettbewerb“, sagt Koc. Einige Betreiber versuchten deshalb, sich über günstigere Preise von der Konkurrenz abzuheben.
Eine dauerhafte Preissenkung erwartet die Branche allerdings nicht. Viele Kosten bleiben hoch – etwa für Rind- und Kalbfleisch, Personal oder Mieten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind etwa die Preise für Rindfleisch zuletzt deutlich gestiegen.
Parallel zum Preiswettbewerb entsteht in Berlin zudem ein zweiter Trend: Einige Anbieter setzen auf hochwertigere Varianten, etwa Steak-Döner oder besonders hochwertige Fleischsorten. In diesem Segment kosten Döner teilweise zwölf Euro oder mehr.










