Guter Snack oder Kalorienbombe

Döner: Gesund oder ungesund?


Aktualisiert am 03.06.2025Lesedauer: 3 Min.

Döner: Das Fast Food ist sowohl mittags als auch abends sehr beliebt.

Döner: Das Fast Food ist sowohl mittags als auch abends sehr beliebt. (Quelle: Jelena990/getty-images-bilder)

Döner gilt als gesundes Fast Food. Aber stimmt das?

Ist Döner gesund oder ungesund?

Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Wie gesund ein Döner ist, hängt unter anderem vom Imbiss ab, der den Döner verkauft. Er hat sowohl sein eigenes Rezept als auch seinen individuellen Zulieferer für die Zutaten, wie beispielsweise das Fleisch auf dem Dönerspieß.

Ob ein Döner gesund ist, ist stark von den einzelnen Zutaten abhängig. Die folgende Liste zeigt, welche Nährstoffe enthalten sind.

Die Beilagen

  • Weißkraut/ Weißkohl
    hoher Gehalt an Vitaminen wie A, B, C und E
    ballaststoffreich, fördert die Verdauung
  • Rotkraut/ Rotkohl
    hoher Gehalt an Vitamin C, Calcium, Kalium, Eisen und Antioxidantien
    ballaststoffreich, fördert die Verdauung
  • Eisbergsalat
    ein Ballaststoff
  • Tomate
    hoher Gehalt an Vitamin C, Kalium und Antioxidantien
    ballaststoffreich
  • Gurke
    enthält B-Vitamine sowie Vitamin C, E, Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium, Phosphor und Zink
  • Peperoni
    enthält Antioxidantien
    wirkt antibakteriell und entzündungshemmend
    kurbelt den Stoffwechsel an
    fördert die Verdauung
  • Knoblauch
    wirkt antibakteriell und blutdrucksenkend
    enthält Allicin und Ajoen, die leicht blutverdünnend und blutdrucksenkend wirken

Das Fleisch

Die meisten Dönerspieße stammen von Großproduzenten. Diese bestücken die Spieße je nach Wunsch des Imbissbesitzers. Häufig bedeutet das jedoch, dass der Spieß überwiegend aus Fleisch aus Massentierhaltung besteht. Es könnte also sein, dass die Tiere bei ihrer Aufzucht mit Hormonen oder Antibiotika behandelt wurden. Zudem ist der Fettgehalt bei diesen „gepressten“ Spießen sehr hoch – nicht nur, weil Fett günstig ist. Es ist auch ein Geschmacksträger.

Besser ist Dönerfleisch von selbst gelegten Spießen. Hierfür werden große Fleischstücke auf den Spieß geschichtet. Zwar ist bei dieser Variante auch fraglich, aus welcher Tierhaltungsform das Fleisch stammt, dennoch ist der Fettgehalt bei den selbst gelegten Spießen meist geringer. Auch die Qualität dieser Spieße ist oft höher.

Apropos Fettgehalt: Dieser ist von Fleischsorte zu Fleischsorte verschieden. So ist etwa Hähnchenfleisch fettärmer als Rind- oder Lammfleisch.

Neben dem Fleisch spielt auch die Zubereitung eine Rolle, wenn es darum geht, wie gesund eine Speise ist. Sie sollte nicht angebrannt sein, keine schwarze Stellen aufweisen. Denn dann hat sich bereits krebserregendes Acrylamid gebildet.

Dönerspieße drehen sich in einem Imbiss. (Quelle: Sven Hoppe./dpa)

Auf den Namen achten

Bei einem Dönerspieß darf der Hackfleischanteil maximal 60 Prozent betragen. Steht jedoch „nach Döner Kebab Art“ auf dem Menü, darf der Spieß vollständig aus Hackfleisch bestehen.

Die Soßen

Häufig handelt es sich bei den Soßen um Convenience-Produkte. Das bedeutet, dass sie sowohl Geschmacksverstärker als auch künstliche Aromen und Farbstoffe enthalten. Auch ihr Salz- oder/und Zuckergehalt ist meist sehr hoch.

Stellt der Imbisshersteller die Soßen für seinen Kebab, die Falafel und Halloumi jedoch selbst mit frischen Produkten her, sind sie tendenziell gesünder. Die Joghurtsoßen enthalten Calcium, die frischen Kräuter ätherische Öle, Vitamine und Mineralstoffe, die ebenfalls gut für den Körper sind. Wenn der Imbissbesitzer für seine scharfe Soße echte Chilis verwendet, stärkt diese Döner-Zutat das Immunsystem.

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