Nach spektakulärem Einbruch

Weltberühmter Louvre: Direktorin tritt zurück

Aktualisiert am 24.02.2026 – 18:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Laurence des Cars (Archivbild): Die Direktorin des Pariser Louvre reichte ihren Rücktritt ein. (Quelle: IMAGO/Blondet Eliot/ABACA/imago-images-bilder)

Innerhalb von Minuten erbeuten Maskierte Juwelen von unschätzbarem Wert. Monate später zieht die Direktorin des Louvre persönliche Konsequenzen.

Nach dem Einbruch im Louvre und wegen weiterer Missstände hat die Direktorin des Pariser Museums ihren Rücktritt eingereicht. Wie der Élysée-Palast mitteilte, nahm Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Rücktrittsgesuch von Laurence des Cars an.

Der Élysée schrieb in einer Mitteilung von einem „Akt der Verantwortung“. Dieser erfolge in einem Moment, in dem das meistbesuchte Museum der Welt zur Ruhe kommen müsse und neue Impulse brauche, um die großen Herausforderungen mit Blick auf Sicherheit und Modernisierung anzugehen. Macron danke des Cars für ihr Engagement der vergangenen Jahre.

Eine parlamentarische Untersuchungskommission war Mitte Februar zu dem Ergebnis gekommen, ein „systematisches Versagen“ der Museumsleitung sei mitverantwortlich für den spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl vom vergangenen Oktober gewesen.

„Der Diebstahl im Louvre war kein Unfall“, sagte der konservative Abgeordnete Alexandre Portier, der die nach dem Diebstahl eingesetzte Untersuchungskommission leitet. „Es gibt eine Liste von Versäumnissen, die in anderen Ländern und Einrichtungen längst zu Rücktritten geführt hätten“, fügte er mit Blick auf die von vielen Seiten angefeindete Museumsdirektorin Laurence des Cars hinzu.

Bei dem Einbruch im Oktober waren Juwelen im Wert von 88 Millionen Euro gestohlen worden. Die Tat mehrerer Krimineller hatte international Schlagzeilen gemacht und eine Debatte über die Sicherheit des Museums ausgelöst. Die Maskierten hatten einen mit einer Hebebühne ausgestatteten Lkw neben dem Museum in der französischen Hauptstadt geparkt. Während zwei der Täter auf Motorrollern an der Straße warteten, gelangten die anderen beiden mit der Hebebühne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster in das Museum, wo sie auch Personal bedrohten. Bisher wurde die Beute nicht gefunden.

Das Pariser Louvre-Museum geriet nach dem Juwelendiebstahl weiter in negative Schlagzeilen, unter anderem wegen mehrerer Wasserschäden, Streiks und dem Verdacht auf massiven Ticketbetrug mit einem Schaden in Höhe von zehn Millionen Euro.

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