OB-Wahl in München
Dieter Reiter nach Niederlage auf Tauchstation
Aktualisiert am 23.03.2026 – 16:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Es sei der letzte Tag seiner politischen Karriere, sagte Dieter Reiter nach seiner Wahlniederlage. Und damit war es ihm offenbar sehr ernst.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) geht nach seiner überraschend deutlichen Wahlniederlage auf Tauchstation. Einen Tag nach der gegen seinen Herausforderer Dominik Krause verlorenen Stichwahl hat er seine Profile in den sozialen Medien gelöscht. Er wird vorerst auch nicht mehr ins Rathaus zurückkehren.
„Oberbürgermeister Dieter Reiter wird die Amtsgeschäfte aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres nicht wieder aufnehmen“, teilte die Stadt mit. Der 67-Jährige sei krankgeschrieben. „OB Reiter hat das Ende seiner politischen Karriere erklärt und die genannten Social-Media-Kanäle deaktiviert“, sagte ein Sprecher der Stadt außerdem. Die Profile auf Facebook und Instagram, auf denen Reiter sich in den vergangenen Wochen im Wahlkampf gezeigt hatte, waren am Montag nicht mehr abrufbar.
Wahlsieger Krause (Grüne) wird nach Angaben der Stadt Reiters Vertretung und damit die Amtsgeschäfte übernehmen. Der 35-Jährige, der bislang Zweiter Bürgermeister war, wird offiziell erst am 1. Mai das Amt des Münchner Oberbürgermeisters antreten. Dann soll „der organisatorische Übergang, einschließlich Aus- und Einzug in die entsprechenden Büros“ stattfinden, wie der Sprecher mitteilte. Bis dahin wäre Reiter eigentlich noch OB. Krauses offizielle Amtseinführung ist laut Stadt am 11. Mai geplant.
In der vergangenen Woche hatte Dieter Reiter sich noch regelmäßig bei Wahlkampfterminen wie dem Verteilen von Rosen auf Instagram gezeigt und sich auch in kurzen Videos an die Münchner Bürger gewandt.
Reiter war vor der Wahl unter anderem wegen seiner nicht vom Stadtrat genehmigten Tätigkeit für den FC Bayern und seinem Umgang damit massiv in die Kritik geraten. „Ich hab’s verbockt“, kommentierte Reiter das Wahlergebnis. Es sei seine Schuld, betonte er. „Es war mir eine Ehre, hier in dieser Stadt Oberbürgermeister sein zu dürfen.“ Noch am Abend kündigte er das Ende seiner politischen Laufbahn an: „Das war’s von mir.“











