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Heftiger Genremix: Dieser Western verlangt vom Publikum starke Nerven
29.07.2026 – 12:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Kaltblütigkeit gehört zum klassischen Western-Genre. „Bone Tomahawk“ ergänzt diese Gnadenlosigkeit mit Horror-Elementen, die für Schockmomente sorgen.
Wer sein Regie-Debüt in Szene setzt, sollte auf eine Geschichte setzen, die in Erinnerung bleibt. Filmemacher S. Craig Zahler nahm sich diesen Rat zu Herzen und wählte für sein Erstlingswerk einen unerwarteten Mix aus Western-Romantik und Kannibalen-Horror. Dabei teilt er den Film in zwei Hälften, deren Kontrast den Umschwung umso drastischer macht.
Darum geht es in „Bone Tomahawk“
Die texanische Kleinstadt Bright Hope liegt verschlafen an der Grenze zu Mexiko. Das Leben dort verläuft ruhig – bis ein Gesetzloser auftaucht, der unwissentlich eine Horde Kannibalen herbeilockt. Als die Entführungen zunehmen, greift Sheriff Hunt (Kurt Russell) ein.
Zusammen mit dem Rinderbaron Arthur (Patrick Wilson), dessen Frau zu den Vermissten zählt, sowie Deputy Chicory (Richard Jenkins) und dem Revolverhelden John Brooder (Matthew Fox) begibt er sich auf die Suche nach den Menschenessern. Doch was sie am Ende ihrer Mission erwartet, übersteigt jede Vorstellungskraft.
Wie sehenswert ist „Bone Tomahawk“?
Die britische Zeitung „The Guardian“ beschreibt den Film treffend: „Wie viele Western kann auch „Bone Tomahawk“ für sich beanspruchen, ein Kommentar zur Paranoia der Siedler zu sein, ist aber zugleich auch ein Experiment mit dem Genre: eher ein Gruselfilm als eine Pferdeoper“.
Der Mut zum blutigen Horror zahlt sich aus. Die Kritiker auf dem Bewertungsportal „Rotten Tomatoes“ bewerten Zahlers Debüt mit 91 Prozent, das Publikum stimmt mit 74 Prozent zu. Auf der Filmdatenbank „IMDb“ erreicht der Film 7,1 von 10 Sternen.
Ab Freitag, 31. Juli 2026, steht der ungewöhnliche Western bei HBOmax im Abo zum Streamen bereit. Wer kein Abonnent ist, kann den Film alternativ bei Magenta TV streamen.
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Große Namen im blutigen Steppensand
Für sein Langfilmdebüt holte Zahler eine hochkarätige Besetzung vor die Kamera. Kurt Russell („Die Klapperschlange“) spielt den Sheriff, Patrick Wilson („The Conjuring“) den rachsüchtigen Rinderbaron und Richard Jenkins („Six Feet Under“) den skurrilen Deputy Chicory. Matthew Fox („Lost“) als Ex-Soldat und David Arquette („Scream“) als zwielichtiger Outlaw Purvis ergänzen das Ensemble.
Trotz der starken Kritiken und der prominenten Besetzung drehte Zahler nach „Bone Tomahawk“ nur zwei weitere Filme: 2017 „Brawl in Cell Block 99“ mit Vince Vaughn und 2018 „Dragged Across Concrete“ mit Vaughn und Mel Gibson. Laut der Filmdatenbank „IMDb“ befindet sich sein neuester Film „The Bookie & The Bruiser“ in der Postproduktion. Vince Vaughn spielt erneut mit, diesmal an der Seite von Patrick Schwarzenegger.
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