Sonst drohen Bußgelder
Wer in Italien Ski fährt, braucht diese Police
16.02.2026 – 14:11 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Sturz auf der Piste kann nicht nur schmerzhaft, sondern auch teuer werden. Wer im Winterurlaub falsch versichert ist, riskiert schnell hohe Kosten.
Rund 13 Millionen Deutsche fahren laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) jeden Winter in den Ski- oder Winterurlaub – also etwa jede sechste bis siebte Person. Die Sehnsucht nach verschneiten Pisten ist groß. Doch selbst Profis sind nicht vor schweren Stürzen gefeit: Die US-Abfahrtsläuferin Lindsey Vonn zog sich jüngst bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo einen komplexen Schienbeinbruch zu, der mehrere Operationen nötig machte.
Auch für Freizeitsportler kann es teuer werden. Laut dem unabhängigen Geldratgeber „Finanztip“ kostet ein Kreuzbandriss oder eine Rippenfraktur in Österreich schnell rund 11.000 Euro für Behandlung und Klinikaufenthalt. Wer zahlt das? Und welche Policen brauchen Sie wirklich, damit der Wintertraum nicht zum finanziellen Albtraum wird?
Eine Bergung per Hubschrauber, Krankenhausaufenthalte, ein Rücktransport nach Deutschland oder ein vorzeitiger Reiseabbruch verursachen schnell hohe Rechnungen. „Ohne passenden Versicherungsschutz kann ein Unfall existenziell teuer werden“, warnt Nathanael Häfner, Versicherungsexperte bei „Finanztip“. Im Schnitt kostet ein Skiunfall rund 8.000 Euro, zeigen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wer nicht vorsorgt, bleibt womöglich auf einem großen Teil der Kosten sitzen.
Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt im Ausland oft nur eingeschränkte Leistungen. Gerade beim Wintersport kann das zum Problem werden. Eine Auslandsreisekrankenversicherung schützt Sie vor hohen Behandlungskosten. Achten Sie darauf, dass sie ambulante und stationäre Behandlungen sowie Rettungs- und Bergungskosten – etwa per Hubschrauber – abdeckt.
Wichtig ist auch der medizinisch sinnvolle Rücktransport nach Deutschland. Das bedeutet: Die Versicherung zahlt den Heimtransport, wenn er aus ärztlicher Sicht sinnvoll ist – nicht erst, wenn er zwingend notwendig wird. „Für das, was sie leistet, ist die Auslandsreisekrankenversicherung ein echtes Schnäppchen“, sagt Häfner. Gute Policen gibt es für Singles bereits ab rund zehn Euro im Jahr, Familien zahlen etwa 30 Euro.
Wer in Italien Ski fährt, muss seit dem 1. Januar 2022 eine private Haftpflichtversicherung nachweisen. Den Beleg verlangen Anbieter beim Kauf des Skipasses oder direkt im Skigebiet. Wer ohne Versicherung unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld zwischen 100 und 150 Euro.
Die private Haftpflichtversicherung springt ein, wenn Sie anderen einen Schaden zufügen – etwa bei einer Kollision auf der Piste. Sie übernimmt Kosten für Personen- oder Sachschäden, auch wenn Sie grob fahrlässig handeln. Singles erhalten gute Tarife ab rund 30 Euro im Jahr, Familien zahlen etwa 50 Euro. Nehmen Sie die Versicherungsbestätigung mit in den Urlaub.










