Das sind die Fehler
Ältere am Steuer: Hier lauern die Gefahren
Aktualisiert am 09.08.2026 – 15:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Zu schnell, zu unaufmerksam, zu unsicher? Die neue Unfallstatistik zeigt: Je nach Alter passieren Autofahrern ganz unterschiedliche Fehler. Was machen Jüngere falsch? Und wo sind Ältere besonders gefährdet?
Jüngere Autofahrer sind besonders häufig wegen zu hohen Tempos und zu geringen Abstands in schwere Unfälle mit Personenschaden verwickelt. Bei älteren Fahrern dominieren dagegen Fehler beim Abbiegen, Wenden sowie beim Ein- und Anfahren. Das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2024.
Große Unterschiede nach Alter
Insgesamt waren rund 312.000 Autofahrer an Unfällen mit Personenschaden beteiligt. Die größte Gruppe bildeten die 25- bis 64-Jährigen. Relativ zu ihrem Bevölkerungsanteil waren jedoch junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren deutlich häufiger betroffen, während ältere Fahrer seltener beteiligt waren.
Alkohol häufiger bei Jüngeren
Alkoholeinfluss spielte bei jüngeren und mittleren Altersgruppen häufiger eine Rolle als bei Autofahrern ab 65 Jahren. Bei Älteren trugen dafür körperliche oder geistige Einschränkungen vergleichsweise oft zum Unfallgeschehen bei.
Ältere häufiger mit schweren Folgen
Obwohl ältere Autofahrer seltener in Unfälle verwickelt sind, tragen sie im Ernstfall überdurchschnittlich häufig schwere oder tödliche Verletzungen davon. Mehr als ein Drittel der tödlich verunglückten Autofahrerinnen und Autofahrer war mindestens 65 Jahre alt.
| Altersgruppe | Häufigste Unfallursachen (bei Personenschaden) |
|---|---|
| 18–24 Jahre | Zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Abstand |
| 25–64 Jahre | Fehler beim Abbiegen, Wenden, Ein- und Anfahren, Vorfahrtsverstöße |
| 65 Jahre und älter | Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren, Fehler beim Ein- und Ausparken |
Das raten Fachleute
Experten empfehlen älteren Autofahrern, sich regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen. So können sie sicherstellen, dass sie körperlich und geistig in der Lage sind, am Straßenverkehr teilzunehmen. Warnsignale, die auf eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit hinweisen können, sind beispielsweise Sehprobleme, langsame Reaktionszeiten oder Unsicherheiten beim Fahren.
Auch Angehörige und Freunde können auf Veränderungen im Fahrverhalten achten und gegebenenfalls das Gespräch suchen, wenn sie sich Sorgen machen. Aber schon ein einfacher Schnelltest mit zehn Fragen kann Probleme offenlegen. Hier geht es zum Test.











