Einnahmen durch Raser

Diese Stadt ist Blitzer-Spitzenreiter


15.07.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Blitzersäule: Die Geräte überwachen mittlerweile mehrere Fahrspuren gleichzeitig. (Quelle: Axel Heimken/dpa/dpa-bilder)

Raser und Rotlichtsünder bescheren deutschen Städten Millioneneinnahmen. Eine neue Auswertung zeigt, welche Stadt mit Blitzern die höchsten Einnahmen erzielt.

Wer zu schnell fährt oder eine rote Ampel missachtet, riskiert ein Bußgeld. Besonders hohe Einnahmen durch Blitzer erzielte 2025 Hamburg. Nach einer Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) nahm die Hansestadt im vergangenen Jahr 41,8 Millionen Euro durch Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße ein. Damit liegt Hamburg erneut auf Platz eins unter den teilnehmenden Städten.

Auf Rang zwei folgt Berlin. Die Hauptstadt kam 2025 auf Einnahmen von 37,9 Millionen Euro und legte damit im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Millionen Euro zu. Den dritten Platz belegt Düsseldorf mit 17,6 Millionen Euro.

35 Städte nahmen mehr als eine Million Euro ein

Insgesamt beteiligten sich 63 Städte an der Umfrage. Zusammen nahmen sie mehr als 271 Millionen Euro durch Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße ein. 35 Kommunen überschritten dabei die Marke von einer Million Euro.

Während Berlin die größten Mehreinnahmen verzeichnete, musste Hamburg den stärksten Rückgang hinnehmen. Die Einnahmen der Hansestadt sanken im Vergleich zu 2024 um 5,2 Millionen Euro.

Zu den weiteren Städten mit hohen Einnahmen zählen Stuttgart (16,9 Millionen Euro), Bielefeld (11,2 Millionen Euro), Oberhausen (10 Millionen Euro), Dresden (8,5 Millionen Euro), Essen (8,4 Millionen Euro) und Bremen (7,8 Millionen Euro).

Diese Städte sind Blitzer-Millionäre:

  • Hamburg: 41,8 Millionen Euro
  • Berlin: 37,9 Millionen Euro
  • Düsseldorf: 17,6 Millionen Euro
  • Stuttgart: 16,9 Millionen Euro
  • Bielefeld*: 11,2 Millionen Euro
  • Oberhausen**: 10,0 Millionen Euro
  • Dresden: 8,5 Millionen Euro
  • Essen: 8,4 Millionen Euro
  • Bremen: 7,8 Millionen Euro
  • Mannheim: 6,6 Millionen Euro
  • Wuppertal: 6,6 Millionen Euro
  • Duisburg: 6,6 Millionen Euro
  • Rostock: 6,4 Millionen Euro
  • Nürnberg: 5,7 Millionen Euro
  • Hagen: 5,0 Millionen Euro
  • Kreis Mettmann: 5,0 Millionen Euro
  • Herne: 3,9 Millionen Euro
  • Erfurt: 3,6 Millionen Euro
  • Bottrop: 2,9 Millionen Euro
  • Tübingen***: 2,6 Millionen Euro
  • Würzburg: 2,4 Millionen Euro
  • Jena: 2,3 Millionen Euro
  • Weimar: 2,3 Millionen Euro
  • Konstanz: 2,2 Millionen Euro
  • Braunschweig: 2,1 Millionen Euro
  • Göttingen: 2,1 Millionen Euro
  • Minden: 2,0 Millionen Euro
  • Norderstedt: 2,0 Millionen Euro
  • Aalen: 1,8 Millionen Euro
  • Friedrichshafen: 1,5 Millionen Euro
  • Brandenburg an der Havel: 1,2 Millionen Euro
  • Rüsselsheim am Main: 1,2 Millionen Euro
  • Regensburg: 1,2 Millionen Euro

* einschließlich Autobahn; ** einschließlich Handyverstößen; *** ohne Landespolizei

Die Städte Witten, Rheine, Erlangen, Koblenz, Dinslaken, Moers, Neubrandenburg, Frankfurt (Oder), Neumünster, Neuss, Grevenbroich, Schwäbisch Gmünd, Bocholt, Dorsten und Neuwied erzielten laut DAV Einnahmen zwischen 984.100 Euro und 209.310 Euro.

Nach Angaben der Städte bleiben die Einnahmen vollständig bei den jeweiligen Kommunen. Sie setzen stationäre und mobile Blitzer vor allem an Unfallschwerpunkten, an Kreuzungen mit Rotlichtüberwachung sowie in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Altenheimen und in Tempo-30-Zonen ein. Als weitere Gründe nennen die Städte den Lärm- und Emissionsschutz.

So viele Blitzer gibt es insgesamt

Für die Überwachung stehen in den 63 teilnehmenden Städten insgesamt 482 stationäre und 267 mobile Messanlagen zur Verfügung. Besonders umfangreich ausgestattet ist Berlin mit 48 stationären Blitzern sowie zahlreichen Messfahrzeugen, Anhängern und Handlasermessgeräten. Hamburg verfügt über 40 stationäre Anlagen sowie mobile Messgeräte und Videofahrzeuge.

Mobiler Blitzer in Köln: In einigen Städten bringen sie mehr Geld ein als stationäre Geräte. (Quelle: Christopher Neundorf/Kirchner-Media via www.imago-images.de)

In Hamburg zeigt sich zudem ein deutlicher Unterschied zwischen stationären und mobilen Blitzern. Während stationäre Anlagen 7,2 Millionen Euro einbrachten, entfielen 34,6 Millionen Euro auf die mobile Geschwindigkeitsüberwachung. Nach Einschätzung des DAV könnten zahlreiche Baustellen und der dadurch langsamere Verkehr ein Grund für die geringeren Einnahmen stationärer Blitzer sein.

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