Herzkrankheiten vorbeugen

Mit diesen Sportarten halten Senioren ihr Herz fit


Aktualisiert am 01.06.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 4 Min.

Frau im Wasser (Symbolbild): Bei Gelenkproblemen ist Schwimmen eine gute Wahl. Im Wasser lastet weniger Gewicht auf den Gelenken. (Quelle: ihsanyildizli / Getty Images)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Körperliche Aktivität kann das Risiko drastisch reduzieren.

Wer sich regelmäßig bewegt, wirkt bedeutenden Risikofaktoren für ein krankes Herz entgegen. Dazu gehören Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Übergewicht und Stress. Neben Ausdauersport spielt Krafttraining eine wichtige Rolle für die Herzgesundheit. Lesen Sie hier, welche Sportarten das Herz auch im Alter lange fit halten.

Sport wirkt günstig auf den Blutdruck

Laut der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) ist jede zweite Person über 60 Jahre von Bluthochdruck betroffen. Bei den über 65-Jährigen steigt der Anteil sogar auf 63 Prozent. Den Experten zufolge lässt sich beinahe die Hälfte aller Schlaganfälle und Herzinfarkte durch eine konsequente Blutdruckbehandlung vermeiden. Neben Medikamenten zur Blutdrucksenkung und einer gesunden Ernährung kommt der Bewegung eine tragende Rolle in der Therapie zu.

Fitness lässt sich auch im Alter steigern

Auch ältere Menschen können die eigene Fitness steigern, ihre Beweglichkeit verbessern und ihre Muskulatur stärken. Alltagsbewegung und Sport wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck aus. Bei geringem Bluthochdruck können einige der Betroffenen durch regelmäßigen Ausdauersport sogar einen normalen Blutdruck erreichen und damit eine medikamentöse Therapie vermeiden, so die Hochdruckliga.

Vor dem Sporteinstieg das Herz untersuchen lassen

Sportneueinsteiger sollten eine sportmedizinische Untersuchung durchführen lassen, bevor sie mit dem Training beginnen, um mögliche gesundheitliche Risiken zu erkennen. Im Anschluss kann der Sportmediziner beraten, welche Sportarten im individuellen Fall geeignet sind und mit welcher Trainingshäufigkeit, Trainingslänge und Trainingsintensität die Sportlerin oder der Sportler starten sollte, um den Körper nicht zu überlasten.

Ein trainiertes Herz leistet mehr

Wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, hat ein größeres und stärkeres Herz als Nichtsportler. Statt etwa 20 Litern kann das Herz eines Ausdauersportlers pro Minute bis zu 35 Liter durch den Körper pumpen. Auch die Sauerstoffversorgung ist bei Trainierten besser: Laut dem Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e. V. (BDI) können Sportler bei körperlicher Belastung bis zu 5,2 Liter pro Minute aufnehmen. Bei Untrainierten sind es maximal 2,8 Liter. Zu den beliebten Ausdauersportarten im höheren Alter gehören Joggen, Walken, Wandern, Schwimmen und Radfahren.

Ausdauer- und Krafttraining kombinieren

Krafttraining ist für Senioren ebenfalls von Bedeutung: Es schützt das Herz, indem es – wie Ausdauersport auch – den Blutdruck senkt, die Durchblutung unterstützt und die Gefäße elastisch hält. Außerdem stärkt Krafttraining den Körper insgesamt. Das Plus an Muskelkraft stützt die Gelenke, stabilisiert den Körper und wirkt Stürzen entgegen.

Experten empfehlen eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport. Ebenso sollten Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination trainiert werden. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (Deutscher Sportärztebund) e. V. empfiehlt, das Training etwa zu 70 Prozent aus Ausdauer, 20 Prozent aus Muskelaufbau und zehn Prozent aus Beweglichkeit zusammenzusetzen.

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Wie oft trainieren?

Das Training sollte an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst sein. Bei bestehenden Herzerkrankungen kann der behandelnde Arzt Empfehlungen zur Trainingshäufigkeit, Intensität und Dauer aussprechen. Grundsätzlich wird älteren Menschen geraten, ergänzend zu ihrer Alltagsbewegung mehrmals in der Woche Sport zu treiben. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt beispielsweise, sofern möglich, vier- bis fünfmal pro Woche für wenigstens eine halbe Stunde intensiver und ausdauernd aktiv zu sein.

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